Robert R. Kopp erzählt die Geschichte von Walter, einem jungen Mann, der bei dem größten Unternehmen der Welt zu arbeiten begann. Der Personalchef sagte Walter, er müsse ganz unten anfangen und sich hocharbeiten, also begann er in der Poststelle. Walter mochte seine Arbeit, träumte aber oft davon, ein Manager, der Präsident oder vielleicht sogar der Vorstandsvorsitzende zu sein! Eines Tages, als Walter die Post sortierte, sah er eine Kakerlake in der Ecke des Raumes. Als er darauf zutrat, hörte er eine kleine Stimme rufen: „Töte mich nicht! Ich bin Milton, die Kakerlake, und wenn du mich verschonst, werde ich dir alle deine Wünsche erfüllen.“ Walter fand das eine gute Vereinbarung und verschonte Miltons Leben. Walters erster Wunsch war, die Poststelle zu verlassen und Vizepräsident zu werden, und Milton erfüllte diesen Wunsch. Tatsächlich erfüllte Milton Wunsch um Wunsch, bis Walter schließlich Vorstandsvorsitzender des größten Unternehmens der Welt war, mit einem Büro im obersten Stockwerk des höchsten Gebäudes der Welt. Alle schauten zu Walter auf und er war sehr glücklich. Walter sagte oft zu sich selbst: „Ich bin Walter, und ich bin ganz oben. Niemand ist größer oder wichtiger als ich.“ Dann hörte Walter eines Tages Schritte auf dem Dach und ging hinaus, um einen kleinen Jungen auf den Knien betend zu finden. „Betest du zu Walter?“, fragte er — schließlich war er der Vorstandsvorsitzende des größten Unternehmens der Welt — aber der Junge antwortete: „Oh, nein. Ich bete zu Gott.“ Walter war von dieser Wendung der Ereignisse ziemlich beunruhigt, also kehrte er in sein Büro zurück und rief Milton, die Kakerlake. „Ich habe einen weiteren Wunsch“, sagte er zu Milton. „Ich möchte wie Gott sein.“ Und so erfüllte Milton Walters Wunsch. Am nächsten Tag war Walter wieder in der Poststelle.
Robert R. Kopp, Pastor der First Presbyterian Church, Winston-Salem, NC
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