Von Kindheit an war eine meiner Lieblingsgeschichten die der vierzig Märtyrer von Sabaste. Diese vierzig Soldaten, alle Christen, gehörten zur berühmten zwölften Legion der römischen Kaiserarmee. Eines Tages sagte ihr Hauptmann ihnen, dass Kaiser Licinius ein Edikt erlassen hatte, wonach alle Soldaten den heidnischen Göttern Opfer darbringen sollten. Diese Christen antworteten: 'Ihr könnt unsere Rüstung und sogar unsere Körper haben, aber unsere Herzen? Unsere Treue gehört Jesus Christus.' Es war mitten im Winter des Jahres 320 n. Chr., und der Hauptmann ließ sie auf einen nahegelegenen zugefrorenen See marschieren. Er zog ihnen die Kleider aus und sagte, sie würden entweder sterben oder Christus verleugnen. Die ganze Nacht hindurch hielten diese Männer zusammen und sangen ihr Lied: 'Vierzig Märtyrer für Christus.' Einer nach dem anderen erlag der Kälte und fiel auf das Eis. Schließlich war nur noch ein Mann übrig. Er verlor den Mut und taumelte zum Ufer, wo er Christus verleugnete. Der Offizier der Wachen hatte all dies beobachtet. Unbemerkt von den anderen war er heimlich zum Glauben an Christus gekommen. Als er sah, wie dieser letzte Mann die Reihen brach, ging er auf das Eis hinaus, zog seine Kleider aus und bekannte, dass auch er ein Christ sei. Als die Sonne am nächsten Morgen aufging, lagen dort vierzig Körper von Soldaten, die bis zum Tod für Christus gekämpft hatten.
Leighton Ford, Good News is for Sharing, David C. Cook Publishing Co., 1977, S. 16