Andrej Petrowitsch widmete all seine Zeit und Kraft der Verkündigung des Evangeliums, arbeitete viel und war selten zu Hause. Er hatte eine große Familie, doch der Herr ließ ihn nicht im Stich, selbst in Hungerjahren zeigte er Gnade gegenüber seinen Kindern, sodass sie nicht um Brot betteln mussten. Eines Tages kehrte Andrej Petrowitsch nach Hause zurück. Sein Nachbar beschloss, zu einer Versammlung zu gehen und sich über Zukkau lustig zu machen, der auf Gott vertraute. Nach der Versammlung sagte er zu ihm: „Du reist herum, predigst über Gott, und morgen stehst du auf und hast nichts, um deine Kinder zu ernähren; ich weiß, dass du kein Mehl hast.“ Andrej Petrowitsch antwortete: „Ich habe einen Vater. Er sorgt für mich.“ Zu Hause erzählte der Nachbar seiner Frau von dem Gespräch mit Zukkau. Sie legten sich schlafen, konnten aber nicht einschlafen. Die Frau fragte ihren Mann: „Schläfst du?“ „Nein! Und du, kannst du auch nicht schlafen?“, fragte er sie. „Ja, ich denke an die Kinder von Andrej Petrowitsch, denn sie werden morgen nichts zu essen haben“, antwortete die Frau. „Ich denke auch daran“, stimmte er ihr zu. Da sagte die Frau zu ihm: „Was sollen wir tun? Lass uns aufstehen, einen Sack Mehl füllen und vor ihre Tür stellen.“ Am Morgen ging der Nachbar, um nach dem Zustand der Familie Zukkau zu sehen. Als Andrej Petrowitsch von seiner Wohltat erfuhr, sprach er mit ihm, und sie knieten beide nieder. Der Nachbar bereute und übergab sein Leben dem Herrn. Die Frau des Nachbarn bereitete das Frühstück zu und, als sie sah, dass ihr Mann nicht da war, ging sie nachsehen, was los war. Andrej Petrowitsch sprach auch mit ihr, und sie übergab sich in die Hände des Erlösers.
aus dem Buch „Leben und Wirken von Zukkau A.P., Prediger des Evangeliums“, in: Nashi Dni Nr. 1913, 19 Februar 2005