Dr. A. E. Brehm erzählt in The Popular Science Monthly die Geschichte eines Pavians, den er als Haustier in seinem Haus in Deutschland hielt. Der Pavian konzentrierte seine Zuneigung zunächst auf die Kinder des Dorfes, doch zu seinem großen Kummer hatten sie alle Angst vor ihm. Dann wandte er sich Katzen und Hunden zu und neckte und quälte sie auf jede erdenkliche Weise. Ein kleines, aufgewecktes Kätzchen, das er die meiste Zeit in seinen Armen trug, war eines Tages seiner Gesellschaft überdrüssig und versuchte zu entkommen. Der Affe war entschieden dagegen, und das Kätzchen kratzte ihn bei dem Versuch, sich zu befreien, an der Schulter. Ernsthaft ergriff der Pavian eine der Pfoten seines Lieblings, untersuchte sie sorgfältig und, die scharfen Krallen offensichtlich als gefährlichen Überfluss in einem so kleinen Wesen betrachtend, biss er sie nacheinander ab. Das ist die Vorstellung, die manche Menschen von Reformen haben. Aber Jesus Christus geht viel tiefer. Er verwandelt unsere Natur nicht, indem er unsere Leidenschaften, Gelüste und Temperamente zerstört, sondern indem er unsere Herzen reinigt und all unsere Kräfte in den Dienst der Gerechtigkeit stellt. Das ideale christliche Menschsein wird nicht dadurch erreicht, dass wir unsere Natur verunstalten und verstümmeln, sondern indem wir alles in Einklang mit dem Geist Christi bringen.
Dr. A. E. Brehm, The Popular Science Monthly