Wenn wir beobachten, wie die Axt ihren ersten Schlag gegen den Baum führt und dann, wie die Säge beginnt, in sein Fleisch einzudringen, empfinden wir Mitleid mit dem schönen Baum. Doch warten Sie mit Ihrem Urteil.
Die Axt wird die Äste abhauen, der Baum wird zum Fluss gebracht, auf ein Sägewerk geflößt, dort in Bretter geschnitten, die dann poliert werden, und es wird uns schwerfallen, diesen Baum in den eleganten Möbeln wiederzuerkennen.
Wie ähnlich sind auch unsere Seelen jenen Bäumen, die zur Bearbeitung übergeben werden. Gottes Axt wirkt, wie es uns scheint, erbarmungslos, die Säge dringt ein, aber all das geschieht, damit wir „ein Kranz der Herrlichkeit in der Hand des Herrn und eine königliche Diademe in der Hand deines Gottes“ sind (Jes. 62:3).
Nashi Dni Nr. 1944, 8. Oktober 2005