Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Ich möchte von einem Vorfall erzählen, an den ich mich bis heute mit Bitterkeit und Scham erinnere... Es geschah in der Schule, in der 9. Klasse. Ich erinnere mich, als wäre es gestern: Die stellvertretende Direktorin kam und stellte uns einen neuen Geschichtslehrer vor. Wir bemerkten sofort sein seltsames Aussehen: ein alter, abgenutzter Anzug, abgetragene Schuhe. Ein halbes Jahr verging. Seine Unterrichtsstunden waren laut, aber interessant. Niemand konnte so umfassend und fesselnd erzählen wie er. Und plötzlich überraschte unser Lehrer die ganze Schule. Er kam in einem neuen dunkelgrauen Anzug. Die erste Geschichtsstunde war bei uns, und wir beschlossen, dies irgendwie zu feiern. Wir bastelten einen Streich und versteckten ihn. Er kam freudig und ein wenig verlegen herein. Die Klasse verstummte erwartungsvoll. Der Lehrer setzte sich auf den Stuhl. Stille, und dann – ein lautes Gelächter. Auf der Hose des Lehrers prangte ein riesiger violetter Tintenfleck. Alle hatten Spaß, denn der Streich war gelungen. Dann trat Stille ein. Der Lehrer stand auf, schüttelte die Tintenreste von der Hose auf den Boden, wischte den Boden mit einem Papier ab und sagte, während er den violetten Fleck betrachtete: – Welch ein Unglück... Heute ist mein Geburtstag... In diesem Herbst besuchte ich erneut meine Heimat. Und eines Tages... Es regnete stark, es war kalt und ungemütlich. Meine Aufmerksamkeit wurde von einem Mann erregt, der mir entgegenkam. Etwas an ihm kam mir bekannt vor; wahrscheinlich der Gang. Als wir uns begegneten, lächelte er, streckte mir die Hand entgegen und sagte leicht stotternd: – Hallo, Irina, wie erwachsen Sie geworden sind! Und plötzlich fühlte ich mich wie verbrannt; mein Blick blieb auf dem violetten Fleck auf seinem Anzug haften, jetzt nicht mehr so hell, aber immer noch sichtbar. Ich konnte nicht mit ihm sprechen, so sehr schämte ich mich für mich selbst und bedauerte diesen älteren Mann, der immer noch meine Hand hielt. Er wollte noch etwas sagen, aber ich unterbrach ihn. Ängstlich, errötend und bei jedem Wort stolpernd, sagte ich: – Verzeihen Sie uns dafür... – und deutete auf den Fleck. Er machte ein erstauntes Gesicht: – Ach, Irina!.. Warum?.. Das war doch in der Kindheit. Ach, was soll's... Ich entschuldigte mich noch einmal und ging. Ich schaute nicht zurück, aber ich fühlte und wusste, dass er mir lange nachsah. Am nächsten Tag verließ ich das Dorf. Später erfuhr ich von Freunden, dass unser ehemaliger Lehrer seine Frau tragisch verloren hatte und völlig allein geblieben war. Wie sein Schicksal weiterging, weiß ich nicht. Aber bis heute tut mir der böse Streich aus der Kindheit schrecklich weh.

Irina Semenova, in: Nashi Dni