Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Es war einmal eine Großmutter namens Galja. In ihrem Leben – schon im Alter – ereignete sich ein Vorfall, der ihr eine gute Lektion erteilte, und wir lernen unser ganzes Leben lang, von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. Großmutter Galja war eine aufrichtige Christin, die Gott von ganzem Herzen liebte. Oft besuchte Großmutter nach dem morgendlichen Sonntagsgottesdienst ihre Altersgenossinnen, die wegen Krankheit nicht in das Haus Gottes kommen konnten, oder sie ging hin und bezeugte älteren Frauen, deren Sonntagsbeschäftigung Sonnenblumenkerne und leere Gespräche waren. An einem dieser Sonntage kehrte Großmutter wie gewöhnlich vom Gottesdienst zurück. Auf dem Heimweg dachte sie darüber nach, wie sie die Zeit bis zum Abendgottesdienst verbringen sollte. Der Frühling hatte Einzug gehalten. Ein frischer, warmer Wind spielte mit den Enden ihres bunten Kopftuchs. Großmutter Galja wusste nicht, wen sie heute besuchen sollte – für alle Kranken hatten sich andere Besucher gefunden; und die alten Frauen auf der Bank waren aus irgendeinem Grund nicht da. „Nun, wenn es niemanden gibt, den ich besuchen kann, niemanden, dem ich Zeugnis geben kann, dann gehe ich eben hinter das Dorf, auf die Weide, und sammle Kuhdung. So werde ich die Zeit nicht mit Nichtstun verbringen!“ Doch die Stimme des Gewissens, die sie schon seit ihrer Kindheit kannte, meldete sich: „Heute ist Sonntag, und du willst ihn mit einer Arbeit verbringen, die man an anderen Tagen erledigen kann. Darf man sich am Sonntag etwa mit gewöhnlichen Dingen beschäftigen? Der Sonntag soll Gott gehören!“ Da zweifelte Großmutter, entschied sich aber dennoch, nach ihrem eigenen Willen zu handeln. Bald ging sie schon in Richtung der Weide. Eine Zeit lang war die alte Frau eifrig mit ihrer Arbeit beschäftigt. Plötzlich warf sie zufällig einen Blick auf die etwa zweihundert Meter von ihr entfernt friedlich weidende Kuhherde, und Großmutter Galja erschrak und erstarrte: Ein junger und kräftiger Bulle hatte sich von der Herde gelöst und kam direkt auf sie zu, wobei er die vor Entsetzen wie gelähmte alte Frau unter Stirnrunzeln ansah. Aus seinem offenen Maul lief Schaum. Die alte Frau zitterte, konnte aber keinen Schritt tun. Ein Gedanke blitzte auf: „Heute ist Sonntag!..“ Das Gewissen begann, sie noch stärker zu verurteilen. Ihre Beine gaben nach; sie fiel auf die Knie und flüsterte mit erbleichten Lippen: „Gott, vergib mir...“ Und währenddessen näherte sich der wütende Bulle. Es schien, als könne ihn nichts aufhalten, als plötzlich eine Kuh aus der Herde herauslief und direkt vor der Nase des Bullen vorbeiraste. Er blieb stehen, sah die Großmutter lange und aufmerksam an, drehte sich um und ging weg. Ein erleichterter Seufzer zusammen mit den Worten: „Dir sei Ehre, Herr!“ entfuhr ihrem Herzen. Großmutter Galja sprang schnell von den Knien auf, griff nach ihrem Körbchen und eilte nach Hause. Und zu Hause kniete sie nieder, bekannte vor Gott ihre Schuld und verbrachte den Rest des Tages zur Ehre Gottes, indem sie jedem vorbeigehenden Sünder von Gott Zeugnis gab. Lasst uns immer daran denken, dass der Sonntag nur dem Herrn gehören soll. Gott hat uns sechs Tage gegeben, um unsere Dinge zu tun, und den siebten Tag – den Sonntag – wollen wir dem Herrn weihen.

Svetlana R., in: Nashi Dni Nr. 1871, 17. April 2004