Die dunkle und undurchdringliche Nacht hüllte die Erde ein. Ein müder, einsamer Mensch kämpft sich durch einen dichten Wald. Ohne einen Weg vor sich zu sehen, ist er nahe der Verzweiflung. Es scheint ihm, als würde er niemals sein Ziel erreichen. Doch plötzlich blitzt etwas im dichten Dunkel auf. In der Ferne flackert ein Licht auf, und ein Strahl der Hoffnung dringt in die Seele des Menschen. Er beschleunigt seinen Schritt, vor ihm entzündet sich ein Licht nach dem anderen. Er ist nicht mehr allein, er ist gerettet. Ist es nicht auch in unserem Leben so? Alles ist in dichten Dunkel gehüllt. Sünde, Bosheit, Unglaube, Feindschaft – all diese feindlichen Kräfte scheinen die Macht über die Menschheit zu gewinnen. Sie verdecken uns jegliches Licht. Doch "das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen" (Johannes 1:5). Wenn wir trostlose Zeiten erleben, sollten wir uns nicht düsteren Gedanken hingeben. Das Licht des Evangeliums vertreibt die Dunkelheit. Das stille Leuchten der Liebe Gottes ist unser Trost. Der Mensch, der im Gebet zum Thron Gottes tritt, wird von einem Strahl himmlischen Lichts erleuchtet. Das Licht wird die Dunkelheit besiegen, und die ewige Sonne der Gerechtigkeit wird aufgehen. Diese Sonne der Gerechtigkeit ist Christus.
Nashi Dni Nr. 1979, 10. Juni 2006