Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Diese Geschichte habe ich nicht erfunden, sondern gehört und möchte sie mit anderen teilen. Ich denke, dass die Worte aus Hebräer 11:1 am besten zu dieser Geschichte passen: „Der Glaube ist die Verwirklichung dessen, was man hofft, und ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“

Sie wurden in ein Zimmer gelegt. Einer am Fenster, der andere an der Tür. Derjenige, der am Fenster lag, hatte Lungenprobleme. In seinen Lungen sammelte sich Wasser, das von Zeit zu Zeit abgepumpt wurde. Der zweite war ebenfalls schwer krank. Er konnte sich nicht umdrehen und lag regungslos, den Blick zur Decke gerichtet. Bald begannen sie zu sprechen. Jeden Tag fragte der Patient an der Tür denjenigen am Fenster, was er draußen sehe. Dieser beschrieb ihm ausführlich die vom Nachbarn verborgenen Ansichten. Er malte ihm Bilder von außergewöhnlicher Schönheit: hohe Bäume mit Vögeln auf den Zweigen, einen See, auf dessen glatter Oberfläche Enten und Schwäne schwammen, und am Ufer spielten Kinder. Auf den Bänken saßen die Mütter der Kinder mit bunten Sonnenschirmen über den Köpfen. Manchmal beschrieb er Wolken und den blauen Himmel. Manchmal entfernte Berge und ihre grünen, moosigen Hänge mit weißen Punkten von Herden, seien es Schafe oder Ziegen... Einmal beschrieb er eine Parade mit einem Orchester, glänzende Trompeten in der Sonne; und obwohl der Nachbar die Musik nicht hören konnte, wurde er durch die Erzählung ermutigt, versuchte sich auf den Kissen aufzurichten, konnte es aber nicht.

Einige Wochen vergingen. In die Seele des unbeweglichen Kranken schlich sich Neid ein, dann auch Murren. Warum lag nicht er am Fenster, sondern der andere? Er wollte die Beschreibungen seines Nachbarn nicht mehr hören... Und so geschah es eines Nachts, als der andere zu ersticken begann und hustete, vergeblich versuchte, den Knopf zu erreichen, um die Nachtschwester zu rufen, dass sein Nachbar, der seinen eigenen Knopf in der Hand hielt, nicht auf den Knopf drücken wollte, und der am Fenster liegende erstickte und starb. Als die Schwestern am Morgen ins Zimmer kamen, war der Körper des Verstorbenen bereits erkaltet. Der Kranke an der Tür bat darum, dass sein Bett ans Fenster gestellt werde. Sein Traum wurde wahr. Er zog sich auf die Ellbogen hoch und schaute aus dem Fenster. Und was sah er? Vor ihm war eine graue, undurchdringliche Wand... Erst jetzt verstand er, dass sein guter verstorbener Nachbar ihn mit seinen Erzählungen über das Leben und die Schönheit der Natur getröstet hatte, um ihm Mut zu machen und ihm Hoffnung zu geben, ohne die es keine Genesung gibt.

Vera Kushnir, in: Nashi Dni Nr. 1977, 27. Mai 2006