Ein einziger Überlebender eines Schiffsunglücks wurde von den Wellen auf eine kleine unbewohnte Insel gespült. Er betete fieberhaft zu Gott, ihn zu retten. Jeden Tag schaute er aufs Meer in der Hoffnung auf nahende Hilfe. Erschöpft beschloss er, eine kleine Hütte aus Treibholz zu bauen, um sich vor den Elementen zu schützen und seine Habseligkeiten zu bewahren. Doch eines Tages, als er von der Nahrungssuche zurückkehrte, fand er seine Hütte in Flammen; Rauch stieg in den Himmel. Alles war verloren! Er war von Kummer und Zorn überwältigt. "Gott, wie konntest Du mir das antun?" rief er weinend. Am frühen Morgen des nächsten Tages weckte ihn das Geräusch eines Schiffes, das sich dem Ufer näherte. Das Schiff war gekommen, um ihn zu retten. "Wie habt ihr gewusst, dass ich hier bin?" fragte der erschöpfte Mann seine Retter. "Wir sahen dein Rauchsignal", antworteten sie. Es ist sehr leicht, den Mut zu verlieren, wenn alles um uns herum schlecht läuft. Aber wir dürfen den Glauben nicht verlieren, denn Gott wirkt in unserem Leben, selbst mitten in unserem Schmerz und Leiden. Denke daran, wenn das nächste Mal deine "kleine Hütte" niederbrennt, könnte es ein "Rauchsignal" sein, das Gottes Gnade herbeiruft.
Nashi Dni Nr. 1914, 26. Februar 2005