Eines Abends, während er eine evangelistische Versammlung in der Heilsarmee-Zitadelle in Chicago leitete, predigte Booth Tucker über das Mitgefühl Jesu. Nach seiner Botschaft kam ein Mann auf ihn zu und sagte: „Wenn Ihre Frau gerade gestorben wäre, so wie meine, und Ihre Babys nach ihrer Mutter weinen würden, die nie zurückkommen wird, würden Sie nicht sagen, was Sie sagen.“ Tragischerweise wurde Tuckers Frau wenige Tage später bei einem Zugunglück getötet. Ihr Körper wurde nach Chicago gebracht und zur Beerdigung in dieselbe Zitadelle getragen. Nach dem Gottesdienst blickte der trauernde Prediger auf das stille Gesicht seiner Frau hinab und wandte sich dann an die Anwesenden. „Neulich sagte mir ein Mann, ich würde nicht über das Mitgefühl Jesu sprechen, wenn meine Frau gerade gestorben wäre. Wenn dieser Mann hier ist, möchte ich ihm sagen, dass Christus ausreichend ist. Mein Herz ist gebrochen, aber es hat ein Lied, das Jesus hineingelegt hat. Ich möchte, dass dieser Mann weiß, dass Jesus Christus mir heute Trost spendet.“
Today in the Word, MBI, Oktober 1991, S. 10