Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Es gab einen Fall, bei dem ein hochrangiger Staatsbeamter, der Zugang zum Herrscher des Landes hatte, eine Begnadigung für seinen Schulfreund erwirkte. Mit unbeschreiblicher Freude eilte er mit der Amnestie in die Todeszelle. Doch bevor er seinem Freund den Grund seines Besuchs erklärte, stellte er ihm folgende Frage: "Was würdest du tun, wenn ich mit dem Herrscher gesprochen hätte und er dich begnadigt hätte? Was würdest du als Erstes tun?" Zu seinem Erstaunen antwortete der Verurteilte ohne zu zögern und voller Zorn: "Noch heute, vor Sonnenuntergang, würde ich meine unglückliche Frau töten, so wie ich ihren Liebhaber getötet habe; danach würde ich mit den falschen Zeugen und dem Richter abrechnen, der mir das Todesurteil verhängt hat." Der Verurteilte ließ seinen Freund nicht zu Wort kommen und verteidigte lange und heftig seine völlige Unschuld am Mord des Liebhabers. Mit tiefem Kummer in der Seele verließ der Jugendfreund den Verurteilten und berichtete dem Herrscher über das Ergebnis seines Besuchs, woraufhin er die erhaltene Amnestie zerriss. Der Unglückliche starb nur, weil er den Tod anderer suchte. Wenn wir anderen nicht vergeben, bleiben wir selbst von Gott unvergeben. Durch unser Nichtvergeben zerstören wir die Brücke, über die wir selbst täglich gehen müssen. Wenn wir unserem Bruder nicht vergeben, sprechen wir das Todesurteil über ihn aus, und Gott spricht das Todesurteil über uns aus. Sie fragen: Warum ist Gott in dieser Frage so unerbittlich? Weil der Geist des Nichtvergebens nicht der Geist Gottes ist. Unser Nichtvergeben entblößt unsere Seele und zeigt allen, wer wir sind. Ein Mensch, der nicht vergibt, ist in der Regel jemand, der kein Bewusstsein und Gefühl für seine eigene Sündhaftigkeit und Schuld vor Gott hat. Er kann sich nicht vorstellen, wie gering die Schuld seines Nächsten ihm gegenüber ist, verglichen mit seiner eigenen Schuld gegenüber Gott. Unser Nächster kann kaum in seinem ganzen Leben so viel gegen uns sündigen, wie wir Gott an einem einzigen kurzen Tag schulden können.

Nashi Dni Nr. 1926, 21. Mai 2005