Die Auferstehung Jesu Christi wird von allen Evangelisten beschrieben, aber am ausführlichsten von Apostel Johannes. Maria Magdalena, eine der Anhängerinnen Jesu Christi, war bei seiner Kreuzigung anwesend und ist eine der Zeuginnen der Auferstehung Jesu Christi. Ihr wurde die große Ehre zuteil, als Erste den auferstandenen Jesus zu sehen. Apostel Markus beschreibt, wie Maria Magdalena und andere Frauen zum Grab kamen, um den Leichnam Jesu mit wohlriechenden Ölen zu salben. Apostel Johannes berichtet, dass Simon Petrus und ein anderer Jünger Christi „noch nicht aus der Schrift wussten, dass er von den Toten auferstehen sollte“; sie besuchten das leere Grab und kehrten dann wieder zu sich zurück. Maria aber stand am Grab und weinte. Verzweiflung und Trauer erfüllten ihr Herz. Als sie sich zum Grab neigte, sah sie „zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen am Kopf und den anderen an den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte“. Maria erschrak nicht und floh nicht. Auf die Frage: „Warum weinst du?“ antwortete sie traurig: „Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“ Tränen der Trauer verschleierten ihre Augen, sodass sie den auferstandenen Jesus nicht erkannte, der sie ansprach: „Frau! Warum weinst du? Wen suchst du?“ Sie hielt Jesus für den Gärtner. In Marias Worten klang eine Bitte: „Herr! Wenn du ihn weggetragen hast, sag mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn holen.“ Dann sprach Jesus Maria mit ihrem Namen an. Als sie ihn erkannte, erfüllten Freude und Jubel ihr Herz und verdrängten die Trauer. Der auferstandene Jesus erweckte Marias gebrochenes Herz! Überlieferungen behaupten, dass Maria Magdalena ihr ganzes Leben nach der Auferstehung Jesu Christi in Rom von ihm erzählte. Sie stammte aus der galiläischen Stadt Magdala, nahe Kapernaum. Im Neuen Testament wird ihr Name mehrfach erwähnt: Sie wurde von Jesus Christus von der Besessenheit durch sieben Dämonen geheilt (Luk. 8:2; Mk. 16:9), war dann eine Anhängerin Christi und diente ihm mit ihrem Besitz (Mk. 15:40-41, Luk. 8:3), war bei der Kreuzigung Jesu Christi und seinem Tod auf Golgatha anwesend (Mt. 27:56) und Zeugin seiner Beerdigung (Mt. 27:61). Nach der Auferstehung Jesu war sie eine der Frauen, denen der Engel seine Auferstehung verkündete (Mt. 28:1; Mk. 16:1-8). Jesus Christus, der Maria mit ihrem Namen ansprach, verwandelte ihre Trauer in Freude und erweckte ihren niedergeschlagenen Geist! Als Antwort auf Jesu Anrede rief sie aus: „Meister!“ und war bereit, zu seinen Füßen zu fallen. Jesus Christus gab ihr die Anweisung: „Geh zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott“ (Joh. 20:17). Mit diesen Worten wies Jesus Christus auf die Liebe Gottes hin, die der ganzen Menschheit gilt. Lieber Freund, der du fern vom Herrn stehst! Seit vielen Jahrhunderten feiert die christliche Welt die Auferstehung Jesu Christi, der den Tod und die Hölle besiegt hat und auch für deine Rechtfertigung auferstanden ist! So wie er einst Maria ansprach, spricht er heute dich mit deinem Namen an und möchte dein Leben verändern. Er möchte deinen von der Sünde getöteten Geist auferwecken und dein Leben mit Freude, Jubel und Sinn erfüllen. Nimm ihn jetzt in dein Herz auf.
Rimma Barko (Spoken), in: Nashi Dni