Ein Diener erzählte: Die Eltern beteten eifrig zu Gott für seine Bekehrung, doch er – der einzige in der Familie – blieb ein hartnäckiger Sucher weltlicher Abenteuer. Eines Tages besuchte sie eine Tante – eine erklärte Atheistin und Kommunistin. Die Mutter beklagte sich über ihren jüngsten Sohn – alle hätten sich bekehrt, nur er bleibe außen vor. Die Tante tat so, als ob sie der Mutter Mitgefühl entgegenbrächte, seufzte tief und sagte: „In der Familie ist nicht ohne einen Missgestalteten!“ Der junge Mann, der zufällig diesen Ausspruch hörte und bis zu diesem Tag seine Verwandte als unfehlbare Autorität angesehen hatte, dachte: „Also bin ich der Missgestaltete?“ Er kam zu dem Schluss: „Es gibt keinen Ausweg – ich muss Buße tun.“ Das tat er auch und wurde Christ.
Nashi Dni Nr. 1886, 14. August 2004