Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

„Frost und Sonne, ein wunderbarer Tag!“ – so beginnt das bekannte Gedicht von A. S. Puschkin „Wintermorgen“. Einst lernten wir es in der Schule auswendig. Heute habe ich fünfeinhalb Stunden in riesigen Kühlhäusern gearbeitet, in denen es zehn Grad Frost gibt, aber statt der Sonne flackern trübe Glühbirnen. Unsere Fabrik hat 42 solcher Kühlhäuser.

Ich war warm angezogen: Mantel, Handschuhe, Mütze. Doch der Frost fand leicht die verwundbaren Stellen, packte mich wild an der Nase, an den Fingern, drang zu den Füßen vor. Alle 10-15 Minuten ging ich in die Sonne, um mich aufzuwärmen. Sie strömte golden vom Himmel durch die großen Fenster der Fabrik und streichelte meine geröteten Wangen wie eine Mutter.

Da schätzte ich noch mehr nicht nur die Schönheit und Größe der Sonne, sondern auch ihre lebensspendende Macht.

Jedes Mal, wenn ich wieder in das Kühlhaus ging, umfing mich die Kälte von Kopf bis Fuß. Sie schlich sich wie ein Dieb in den Kragen meines Mantels, kroch in die Ärmel und packte erbarmungslos meine Finger. Und jedes Mal brachte mich das zu traurigen Gedanken über unsere Welt, in der der König Frost herrscht, wo Menschen einander nicht vertrauen, wo Misstrauen und Abneigung das Leben guter und lieber Menschen vergiften.

Falschheit hat die Atmosphäre dieser Welt durchdrungen. Ehrgeiz und Verstellung sind selbst unter Gläubigen zur Gewohnheit geworden. Christus ist unsere „Sonne der Gerechtigkeit“. Er wärmt und erleuchtet unsere Seelen, aber die Menschen sind wie im Kühlhaus. Sie schlagen einander, als ob es ihnen dadurch wärmer würde.

Heute spricht man viel über Abrüstung. Darüber sollten auch die Kirchen nachdenken, die verschiedenen Jurisdiktionen, die den Namen Christi, des Friedensstifters, tragen, aber sich hinter der Religion wie hinter einer Maske verstecken und miteinander „auf Messers Schneide“ leben. Die Kirchen sollten sich in ihren Beziehungen zu anderen Kirchen abrüsten und sich mit der Waffe Gottes – seinem Wort – ausrüsten, um gemeinsam gegen einen Feind – Satan – vorzugehen.

Während ich bei der Arbeit im Kühlhaus über all das nachdachte, vergaß ich mich selbst, vergaß, dass meine Hände und Füße längst unbeweglich geworden waren.

– Komm, Freund, lass uns die Sonne besuchen, – sagte ich zu meinem Kollegen, und er stimmte bereitwillig zu.

In der Fabrikkantine setzten wir uns an ein Fenster, durch das goldene Sonnenstrahlen auf uns herabflossen. Nach einer Minute setzte sich ein junger Schwarzer an unseren Tisch. Er nahm seine weiße Mütze ab, legte sie auf den freien Stuhl neben sich und betete mit gesenktem Kopf.

Ich streckte ihm die Hand über den Tisch, er reichte zögernd seine. Ich drückte sie fest und nannte ihn meinen Bruder.

Ein freundliches Lächeln erhellte sein Gesicht, seine Augen strahlten. Und dieses Lächeln war das Spiegelbild jener Sonne, die die von Unglauben erstarrte Welt braucht.

Nashi Dni Nr. 1812, 15. Februar 2003