Es wird erzählt, dass es in Texas, Amerika, früher große Postkutschen mit erster, zweiter und dritter Klasse für Passagiere gab. Der Preis des Tickets hing von der gewählten Klasse ab. Wenn jemand aus einem anderen Land zum ersten Mal in einer solchen Kutsche reiste, war er zunächst über diese merkwürdige Ordnung erstaunt, da alle Passagiere ohne Unterschied zusammen in derselben Kutsche saßen. Das Rätsel löste sich, als die Kutsche einen steilen Berg erreichte, den sie überqueren musste. Dann blieben die Passagiere der ersten Klasse sitzen. Diejenigen mit einem Ticket der zweiten Klasse mussten aussteigen und zu Fuß gehen, während die mit einem Ticket der dritten Klasse aussteigen und die Kutsche den Berg hinauf schieben mussten. Der Erzähler bemerkte, dass es auch in der christlichen Kirche Mitglieder der ersten Klasse gibt, die wollen, dass man sich um sie kümmert, aber selbst keine Aufgaben übernehmen wollen. Mehr noch, sie laden alles auf andere ab. Es gibt auch Mitglieder der zweiten Klasse, die zwar keine Schwierigkeiten verursachen, aber nur Begleiter sind. Schließlich gibt es in der Gemeinde auch Mitglieder der dritten Klasse, die es gewohnt sind und immer bereit sind, ihre Hände zur Erfüllung verschiedener Aufgaben und zur Überwindung von Schwierigkeiten einzusetzen. Sie opfern ihre Zeit, Kraft und Geld für das Werk Gottes. Mit anderen Worten, sie sind diejenigen, die helfen, die Kutsche den Berg hinauf zu schieben. Und diese Mitglieder der dritten Klasse sind die wertvollsten. Glücklich ist die Kirche, die viele solcher Mitglieder in ihren Reihen hat. Das Problem ist, dass die Passagiere der ersten Klasse nicht nur nicht helfen, die Kutsche zu schieben, sondern im Gegenteil Stöcke in die Räder stecken und vergessen, dass sie selbst diesen Transport benötigen.
Nashi Dni Nr. 1916, 12. März 2005