Ein bekannter Chirurg, Professor Sauerburg, nähte Wunden so, wie ein Schneider Stoff näht. Aus vielen Ländern kamen Kranke nach Deutschland, um sich von ihm operieren zu lassen. Eines Tages kam ein bekannter Engländer zu ihm zur Operation. Die Operation verlief gut, die Wunde heilte schnell. Der Engländer nahm die Hand des Chirurgen, küsste sie und sagte: „Ich danke Ihren genialen Händen.“ Der Professor-Chirurg antwortete ihm: „Danken Sie nicht mir und meinen genialen Händen, sondern danken Sie dem genialen Schöpfer, der mir diese Hände gegeben hat.“ Alle Gaben sind von Gott. Jeder Christ hat irgendeine Gabe, ja sogar jeder Mensch überhaupt. Für die Gaben müssen wir Gott Rechenschaft ablegen. Wir haben kein Recht, uns mit den Gaben zu rühmen oder zu erheben. Wir sollen nicht mit den Gaben prahlen, sondern einander mit den Gaben dienen, die Gott uns gegeben hat. Denken Sie darüber nach!
G. Ryklin, in: Nashi Dni Nr. 1821, 19. April 2003