Der bekannte Evangelist Dwight Moody verlor seinen Vater, als er vier Jahre alt war. Doch seine Mutter, Betty Holten Moody, ersetzte ihm und seinen zehn Geschwistern sowohl Vater als auch Mutter. Die Familie war sehr arm, und der Tod des Vaters verschlimmerte ihre Lage erheblich. Frau Moody zeigte großen Mut in diesen schwierigen Umständen. Sie führte nicht nur den Haushalt und hielt die Familie zusammen (obwohl man ihr dringend riet, die Jungen ins Waisenhaus zu geben), sondern sie gab der Welt auch ein leuchtendes Beispiel dafür, was eine Frau leisten kann. Wenn es Frauen gibt, die man über andere erheben sollte, dann sind es die Witwen, die mit wenig irdischem Besitz und einer großen Familie zurückbleiben, die sie aufziehen müssen. In der Bibel wird viel Lobenswertes über Witwen gesagt. Jemand sollte ein Buch schreiben und es 'Die Geschichte mutiger Witwen' nennen. Bei der Beerdigung seiner Mutter erhob sich ihr berühmter Sohn Dwight Moody und zollte ihrem Charakter mit warmen Worten Tribut; er drückte seine Dankbarkeit für ihren Einfluss auf sein Leben aus und zitierte dann die Worte von John Adams: 'Ich bin, was meine Mutter aus mir gemacht hat.' Als Napoleon gefragt wurde, wen Frankreich am meisten brauche, antwortete er: 'Mütter.' Unsere arme, alte, sündige, verworrene Welt braucht vieles, aber viele unserer Probleme entstehen aus dem Mangel an ausreichend gottesfürchtigen Müttern und Vätern.
G. Mehonzeva, in: Nashi Dni Nr. 1924, 7. Mai 2005