Am 22. Februar feierte Amerika den Geburtstag von George Washington – des ersten Präsidenten Amerikas. Seit über zwei Jahrhunderten wird er jährlich vom amerikanischen Volk mit Ehrfurcht in Erinnerung gerufen. Diese Episode in seinem Leben zeugt von seiner Selbstkritik und Standhaftigkeit. Die Redaktion. George Washington war zweifellos ein geistlicher Mensch. Er wuchs in einer ehrlichen christlichen Familie auf. Man kann nicht leugnen, dass er stolz auf seine Familie und seine Herkunft war. Eines Tages entstand zwischen ihm und seinem Freund ein Streit, der in eine Auseinandersetzung ausartete. Sie warfen sich scharfe Worte zu und erhitzten sich immer mehr, bis George schließlich einen Ausdruck gebrauchte, der seinen Freund dazu provozierte, ihn zu schlagen. Er schlug George mit solcher Wucht, dass dieser zu Boden fiel. In jenen Jahren galt dies unter Gentlemen als Beleidigung, die nur mit Blut gesühnt werden konnte. Die Freunde dieser jungen Männer waren sehr aufgeregt und besorgt und erwarteten nichts anderes als ein Duell – den einzigen Ausweg aus diesem unangenehmen Zwischenfall. Beide Gegner waren als mutige und stolze Persönlichkeiten bekannt, sodass alle sicher waren, dass das Duell unvermeidlich war und mit dem Tod eines von ihnen enden würde.
Nashi Dni Nr. 1814, 1. März 2003