Wohin soll ich gehen? Was soll ich tun? Ich bin wie ein einsamer Vogel ohne Nest... Aufgeplustert sitzt er auf einem kahlen, trockenen Ast. Es ist unerträglich zu bleiben... aber wohin soll ich fliegen? Und so breitet er seine Flügel aus und stürzt sich schnell und geradeaus in die Ferne, wie eine Taube, die von einem Habicht aufgeschreckt wurde. Wird sich irgendwo ein grüner, einladender Winkel öffnen, wo man vielleicht ein vorübergehendes Nest bauen kann? Der Vogel fliegt, fliegt und schaut aufmerksam nach unten. Unter ihm liegt eine gelbe Wüste, still, unbeweglich, tot. Der Vogel eilt, überfliegt die Wüste – und schaut immer noch aufmerksam und sehnsüchtig nach unten. Unter ihm das Meer, gelb, tot wie die Wüste. Zwar rauscht und bewegt es sich, aber in dem endlosen Getöse, in der eintönigen Bewegung seiner Wellen gibt es auch kein Leben und keinen Ort, um sich niederzulassen. Der arme Vogel ist erschöpft... Der Schlag seiner Flügel wird schwächer; sein Flug taucht ab. Er würde sich zum Himmel erheben... aber man kann kein Nest in dieser bodenlosen Leere bauen! Schließlich legte er seine Flügel zusammen... und mit einem langen Stöhnen fiel er ins Meer... Nicht so das Kind Gottes. Unter der Führung des Heiligen Geistes, unter dem Schutz des Allmächtigen, hat es immer einen „stillen Hafen“ und festen Grund unter seinen Füßen – den Felsen, Jesus Christus (2. Samuel 22:2-3).
I. S. Turgenew, Januar 1878, in: Nashi Dni Nr. 1760, 2. Februar 2002