Einem Zimmermann wurden eines Tages alle seine Werkzeuge gestohlen und völlig verdorben. Der Meißel war verbogen, die Zähne der Säge waren teils verbogen, teils gebrochen. Der Hammer hatte einen zerschlagenen Stiel, die Axt war stumpf, die Schnur des Lots war gerissen und der Schleifstein in Stücke zerbrochen. Der Zimmermann suchte lange nach seinen Werkzeugen und, als er sie fand, brachte er sie nach Hause. Er baute ein Haus, und die Werkzeuge waren ihm sehr nötig. Es war ihm sehr schwer, mit diesen verdorbenen Werkzeugen zu arbeiten: mit einem verbogenen Meißel zu meißeln, mit einer verdorbenen Säge zu sägen, Nägel mit einem Hammer mit gespaltenem Stiel einzuschlagen, mit einer stumpfen Axt zu hauen und zu behauen, mit einem verdorbenen Lot zu prüfen oder Werkzeuge mit einem zerbrochenen Stein zu schärfen. Doch trotzdem baute der Zimmermann sein Haus. Mit erstaunlicher Geschicklichkeit benutzte er die verdorbenen Werkzeuge. Sogar oft verbarg und verdeckte er die Mängel seiner Werkzeuge. Das war der Zimmermann aus Nazareth. Seine Werkzeuge – das sind verlorene und wiedergefundene Sünder. Das ist sein einziges Werkzeug, mit dem er seine Kirche baut. Und das ist das größte Wunder, wie er mit Hilfe solcher unvollkommenen Werkzeuge sein wunderbares Werk vollbringen kann. Kaum wird sich bei diesem großen Meister ein Evangelist, Prediger, Presbyter, Lehrer, Redakteur, Beter oder Zeuge finden, der nicht irgendeinen Mangel hätte! Ja, dem großen Zimmermann приходится mit ihrer Hilfe seine Kirche, sein Haus bauen, und er tut es. „Ist er nicht der Zimmermann?“ (Mk. 6,3)
Nashi Dni