„Ich habe drei Kopeken verdient!“ – „Wo? Wie?“ – „Ich habe dem Nachbarn Zwiebeln verkauft, ihm mit der Gießkanne die Blumen gegossen“, prahlte der kleine Mischuk. Er wollte sein Kapital nicht hergeben und hielt es in seiner Hand wie einen prophetischen Schatz. Er freute sich bis in die Nacht hinein und ließ auch in der Nacht keinen Verlust zu. Ein Jäger strebt so sehr nach dem Wild, das er erlegen muss. Doch am Morgen sieht er – keine Beute... Er will nicht essen, nicht trinken. Vor Kummer klappert er wie eine Elster. – „Warum weinst du?“ – „Mein Geld ist weg!“ Seine Schwestern und Brüder haben Mitleid: „Warum hast du es nicht der Mutter gegeben?“ – „Aber es gehört doch mir!“ – „Na und? Sie hätte es dir gegeben. Wer ihr Geld in die Tasche legt, dem wird es gut gehen.“ Sie suchten lange unter dem Bett und kehrten mit einem Besen in den Ecken... Sie fanden es – und er warf sich der Mutter in die Arme und vergaß seine Angst. – „Jetzt werde ich dir immer meinen Verdienst geben!“ Alle freuten sich wie über ein Wunder, aber am meisten natürlich die Mutter... Damit uns Verluste erspart bleiben und wir mit der Seele auf Wache sind, vertrauen wir es unseren Eltern an, aber vor allem Christus.
R.M. Berezov, in: Nashi Dni Nr. 1774, 11. Mai 2002