An einem kalten Januarmorgen im Jahr 1864 wurde ein Mann in einem Haufen im heruntergekommenen Bowery-Viertel von New York gefunden, blutend aus einer aufgeschlitzten Kehle. Er hatte sich zu einem Waschbecken geschleppt, das fiel und zerbrach. Ein Arzt vor Ort verwendete schwarzen Nähfaden, den jemand gefunden hatte, um die Wunde zu nähen. Der Mann—ein fast mittelloser Trinker—wurde ins Bellevue Hospital eingeliefert, wo er drei Tage lang unbekannt dahinsiechte, bevor er starb. Später wurde jemand, der nach ihm suchte, zur örtlichen Leichenhalle geleitet. Der Freund wusste, dass der Mann, den er suchte, viel mehr als ein Herumtreiber war. Er war ein Genie, dessen Lieder die Herzen von Generationen von Amerikanern eroberten: „Swanee River“, „Camptown Races“, „Oh, Susanna“, „Beautiful Dreamer“ und zweihundert weitere. Sein Name? Stephen Foster.
Today in the Word, Februar 1991, S. 30