Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Unser Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er duldet keine Halbherzigkeit. Wo der Mensch sich nicht ganz hingibt, ist kein Erfolg zu erwarten. Es wird ihn nicht geben. Christus sagte einst zu den galiläischen Fischern: „Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Und so geschah es tatsächlich. Das geheime Symbol der christlichen Gemeinden im 1. Jahrhundert war das grafische Bild eines Fisches. Die Fischer aus Galiläa ließen ihre Netze zurück und folgten Christus, sobald sie seinen Ruf hörten: „Folgt mir nach.“ Sie nahmen einen Dienst auf, der dem Fischfang sehr ähnlich war.

Einmal hörte ich die Geschichte eines alten Predigers namens Schneider (aus deutschen Kolonisten). Er erzählte:

– Einst lebte bei uns in der Kiewer Region, nahe dem Dnjepr, ein Gutsherr. Das war ein wahrer Fischer. Eines Tages fing er Fische, während auf seinem Dreschplatz, wo Weizen gedroschen wurde, ein Feuer ausbrach. Ein Bauer lief zum Fluss und rief laut:

– Herr, auf dem Dreschplatz brennt es!...

– Still, es beißt gerade... – antwortete der Gutsherr.

„Wer die Hand an den Pflug legt, soll nicht zurückblicken.“ So sagt Christus zu allen, die an ihn glauben, zu allen, die sich daran gemacht haben, die Saat dieses Weltackers zu bestellen.

Wer sind nun diese zum Dienst der Verkündigung des Evangeliums Berufenen? Nur Pastoren, Prediger und Missionare? Diese Aufgabe – das Evangelium des Heils zu verkünden – gibt Gott jedem, der von oben geboren ist. Jeder kann an seinem Platz Zeuge Christi sein.

Als der Sekretär des Bundes der Baptisten der UdSSR, Alexander Karev, einst in Amerika gefragt wurde: „Wie viele Missionare hat Ihr Bund?“, antwortete er: „Fünfhunderttausend.“

Mit anderen Worten wollte er sagen: Jedes Gemeindemitglied ist ein Missionar, denn jedes Gemeindemitglied hat von Gott den Auftrag, sein Zeuge zu sein.

Man muss annehmen, dass A. W. Karev etwas übertrieben hat. Leider brennt nicht immer und nicht jedes Gemeindemitglied mit der Seele für den Zustand der Welt, nicht jeder nimmt das Gebot Christi – sein Zeuge zu sein – sich zu Herzen. Der Rückgang des Eifers hängt mit dem Rückgang des geistlichen Zustands der Gemeinden in unserer Zeit zusammen.

Und doch arbeiten heute Tausende von Missionaren in allen Winkeln der Erde; viele haben ihr Leben für den Namen Christi hingegeben, viele erdulden Entbehrungen in Ländern Afrikas, Indiens, Südamerikas. Sie werden von denen unterstützt, die ihr Haus, ihre Familie, ihr Land nicht verlassen können. Und so ist das Rad der evangelischen Bewegung nicht an einem Ort stehen geblieben, sondern setzt seinen siegreichen Zug fort.

Es ist erfreulich zu wissen, dass auch unsere kleine, bescheidene Zeitung sich diesem Werk, dieser Mission gewidmet hat.

3. WIR WERDEN ES SCHÄTZEN

Nashi Dni Nr. 1911, 5. Februar 2005