Mein alter Kahn wird von den Wellen geworfen. Ich spüre die ganze Macht der Elemente... Und mein Geist ist manchmal gebrochen, wenn ich in ihrem bösen Kreis gefangen bin. Die Welle zischt und schlägt mit Anlauf, will das Boot entern. Und nachdem ich die Kraft des Windes und der Wellen erfahren habe, halte ich mich an der schwachen Takelage fest. Der wilde Wind schaukelt das Boot, die mächtige Welle trägt es erbarmungslos. Doch in meinem Herzen erklingt eine Stimme: „Im unsichtbaren Licht gibt es Einen, der die Stürme beruhigte. Er wird dich im Zentrum des Sturms nicht verlassen, wird im Höhepunkt des Hurrikans zu dir kommen. Er wird die Wellen beruhigen und auf dein Bitten selbst in das Boot steigen.“ Das Boot knarrt unter dem mächtigen Sturm. Der Kummer klingt im Einklang mit ihm. Das Boot wird von der Wasserklippe geworfen, ein klagender Schrei bricht hervor: „Wo ist der Herr der Stürme?“ – Ich rufe Ihn. Keine Antwort. „Komm, Herr, Christus der Retter, schenke der Seele Frieden und Licht!“ Die Wellen versuchen, mein Boot im offenen Meer zu kentern. Ich rufe zum heiligen Sohn, bitte, dass Er mich rette vor bitterem Schicksal und Los, vor traurigen und leeren Gedanken und mich in diesem irdischen Tal in Seinen heiligen Händen halte. Die Welle brodelt und überflutet, aber ich sehe, dass ich nicht allein bin: Der Herr Jesus kommt zu mir – der Herr der Seele und des Lebens. Das Heulen des Windes, das Dröhnen verstummen: Christus ist in mein schwaches Boot gestiegen. Der Sturm erschreckt mich nicht mehr, obwohl er ringsum tobt.
Vyacheslav Pereverzev, in: Nashi Dni