In den frühen Tagen der Kolonien in Amerika war ein Herr an der Grenze mit seinen Freunden auf der Jagd, als er sich von ihnen trennte und völlig den Weg verlor. Jeder Versuch, seine Schritte zurückzuverfolgen, führte ihn weiter in die Wildnis, und die Nacht überholte ihn in einem dichten Wald. Erschöpft legte er sich unter einen Baum und schlief tief. Am Morgen erwachte er plötzlich, bedrückt von dem unbeschreiblichen Gefühl, dass jemand ihn beobachtete. Als er aufsah, bemerkte er, dass er von feindlichen Indianern umgeben war und der Häuptling der Gruppe, in Kriegsbemalung und Federn, sich mit bitterem Hass in den Zügen über ihn beugte. Er erfasste die Situation auf einen Blick, erkannte die unmittelbare Gefahr und hatte keine Möglichkeit, sie abzuwenden; er verstand auch kein Wort ihrer Sprache. Doch er war gefasst, kannte die universelle Sprache der Natur und glaubte, dass selbst unter Kriegsbemalung und Federn ein Mensch ein Mensch ist. Er richtete seinen klaren Blick auf den Indianer und lächelte! Allmählich wich die Wildheit aus dem Blick über ihm, und schließlich erschien ein antwortendes Lächeln auf dem Gesicht. Beide waren Menschen — beide waren Brüder — und er war gerettet! Der Wilde nahm ihn unter seinen Schutz, brachte ihn zu seinem Wigwam und stellte ihn nach einigen Tagen seinen Freunden wieder her. Sein freundliches Lächeln hatte ihm das Leben gerettet.
Rev. Louis Albert Banks