In den 1960er Jahren mobilisierte der Diakonenrat der Kirche Wachtrupps, die sonntags abwechselnd die Eingänge patrouillierten, damit ja keine schwarzen „Unruhestifter“ versuchten, uns zu integrieren. Ich habe immer noch eine der Karten, die die Diakone drucken ließen, um sie an Bürgerrechtsdemonstranten zu verteilen, die möglicherweise auftauchten:
„Da wir die Motive Ihrer Gruppe für hintergründig und der Lehre von Gottes Wort fremd halten, können wir Ihnen keinen Empfang bereiten und bitten Sie respektvoll, das Gelände ruhig zu verlassen. Die Schrift lehrt NICHT die ‚Bruderschaft des Menschen und die Vaterschaft Gottes‘. Er ist der Schöpfer aller, aber nur der Vater derer, die wiedergeboren worden sind. Wenn einer von Ihnen mit aufrichtigem Wunsch hier ist, Jesus Christus als Retter und Herrn kennenzulernen, werden wir gern mit Ihnen einzeln aus dem Wort Gottes sprechen.“ (Einstimmige Erklärung von Pastor und Diakonen, August 1960)
Als der Kongress die Bürgerrechtsgesetze verabschiedete, gründete unsere Kirche eine Privatschule als Zufluchtsort für Weiße und schloss ausdrücklich alle schwarzen Schüler aus. Einige „liberale“ Mitglieder verließen die Kirche aus Protest, als der Kindergarten die Tochter eines schwarzen Bibelprofessors ablehnte, aber die meisten von uns billigten die Entscheidung. Ein Jahr später lehnte der Kirchenvorstand einen Studenten des Carver Bible Institute als Mitglied ab (sein Name war Tony Evans).
Phillip Yancey, What’s So Amazing About Grace, Zondervan, 1977, S. 131
Quelle: https://bible.org/node/13957