Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Wunder gesehen habt, sondern weil ihr Brot gegessen habt und satt geworden seid. (Johannes 6:26) Eines Tages, nach einem Zeltgottesdienst, kam ein Zuhörer zum Prediger und fragte: „Wenn ich Mitglied der Kirche werde, bekomme ich dann eine Wohnung von euch? Ich habe jetzt eine Einzimmerwohnung, aber ich bräuchte eine Zwei- oder Dreizimmerwohnung...“ Der Prediger hörte ihm aufmerksam zu und antwortete: „Nein, eine neue Wohnung bekommen Sie bei uns nicht, aber Ihre Einzimmerwohnung für den Glauben an Christus zu verlieren, ist durchaus möglich!..“ Leider predigen viele heutzutage das sogenannte „Wohlstandsevangelium“: Nimm Christus an, und Er wird dir alles geben, was deine Seele begehrt: Haus, Auto, Geld und anderes. Und du wirst nicht krank sein, denn in der Bibel steht geschrieben, dass Christus unsere Krankheiten auf sich genommen hat! Vom Tod ganz zu schweigen: Der Herr sagte Martha, dass der, der an Ihn glaubt, nicht sterben wird. Lebe zu deinem Vergnügen, in dem Wissen, dass dir auch im Himmel ein Reich bereitet ist, wo du neuen Wein trinken wirst! Sorge dich um nichts, denn Gott hat uns alles reichlich gegeben, damit wir es genießen! Leiden, fasten?! Nein, das sind Überbleibsel der Vergangenheit; der Herr hat ja die Leiden auf sich genommen, damit wir jetzt frohlocken und uns freuen. Und welche Freude gibt es in Leiden und Fasten?.. Wie traurig, dass solche Unglücksevangelisten ihre Zuhörer falsch ausrichten und das Hauptziel des Evangeliums verfälschen – die Rettung der Menschen von den Sünden zu einem Gott geweihten Leben.
Eines Tages, als wir im Dienst der christlichen Wanderbibliothek standen, kam eine Frau an unseren Literaturtisch. Nachdem sie die Bücher durchgesehen hatte,
Svetlana Timokhina, in: Nashi Dni Nr. 2099, 8. November 2008