Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Eines Abends in der Steppe stieß ich auf einen Adler, tödlich verwundet von einer Kugel. Sein stolzes Auge glänzte noch im Feuer. Langsam drehte er den Kopf und blickte ein letztes Mal mit schmerzlichem, gierigem Blick zum Himmel. Oft flog er im himmlischen Raum auf seinen mächtigen Flügeln; der wunderbare Himmel war die Heimat seines Herzens. Diese Wolken gehörten ihm. Tausendmal vollbrachten seine mächtigen Flügel dort Heldentaten; in diesen Höhen spielte er mit dem Blitz, kämpfte mit dem Wind, und nun, getrennt von seinem heimatlichen Element, starb er, weil er nur einmal vergaß und zu tief hinabstieg.

Er wollte schon ins Paradies gelangen, sprang sogar schon!.. Und schaffte es nicht. Er nahm die Höhe nicht, übersprang die Latte der tierischen Angst nicht, stürzte zurück.

— Herr! — weinte Jegor Gawrilowitsch. — Ich werde ewig über diesen meinen Misserfolg trauern! Ich werde mich ewig verachten dafür, dass ich es nicht konnte, nicht überwunden habe! Das ist mein ewiger Schmerz, bis zum Tod...

Und plötzlich...

— Nun, was ist los mit dir! — hörte er eine beruhigende Stimme. — Hast du vergessen, dass das Blut Jesu Christi uns von JEDER SÜNDE reinigt? Erinnerst du dich nicht, wie der Vater seinem verlorenen Sohn vergeben hat? Auch der hat den Vater verlassen, ist fortgegangen, aber als er zur Besinnung kam und zurückkehrte, vergab ihm der Vater, nahm ihn auf, speiste ihn und kleidete ihn! „Wie sollen wir da nicht froh sein, nicht jubeln, denn dein Bruder war tot — und ist lebendig geworden! Er war verloren — und ist gefunden worden!“ — sagte der Vater zu seinem anderen Sohn. Und du ebenso!..

Jegor Gawrilowitsch lächelte hoffnungsvoll. Er erinnerte sich an andere Worte aus der Bibel, die er einst an warmen Abenden in seinem Heimatdorf gelesen hatte. Daran, dass der Herr sich über jeden Sünder freut, der zu Ihm zurückkehrt, dass Er auch das verlorene Schaf aus Seiner Herde rettet... Daran, dass abgefallene Zweige immer wieder an ihren natürlichen Stamm zurückgepfropft werden können...

„Nein, ich will keine Niederlage erleiden! — entschied Jegor Gawrilowitsch. — Ich will auch weiterhin die Höhe nicht verfehlen!“

Ohne es zu merken, fiel Jegor Gawrilowitsch auf die Knie, schloss die Augen und betete lange.

Er bat Gott um Vergebung für jeden seiner Stürze, für jeden unwürdigen Gedanken, er sagte dem Himmlischen Vater alles, was auf seiner gequälten Seele lag. Nachdem er einfach seine Nöte erklärt hatte, bat er immer wieder um Vergebung, er sehnte sich aufrichtig danach, wieder mit Christus zu sein, wieder eine „Heimat“ im Paradies zu erhalten.

Eine außergewöhnliche Veränderung vollzog sich mit Jegor Gawrilowitsch: Plötzlich drang eine Freude tief in das Herz des alten Sünders ein, brach alle Zäune und Mauern nieder, reinigte die Kammer des Gewissens und ließ seine Seele frei. Zum Licht, zur Wahrheit, in den Himmel! Halleluja!

So wurde der lang ersehnte SIEG errungen! Jegor Gawrilowitsch nahm zum ersten Mal die scheinbar unerreichbare HÖHE, die er zuvor auf keinen Fall nehmen konnte und sich nicht zu nehmen getraute. Nachdem er einmal das „Championsein“ verloren hatte, war er nun bereit, dafür zu sterben, aber nur, um es nie wieder aus der Hand zu geben. Er freute sich und dankte dem Herrn, ohne zu wissen, dass in diesem Augenblick, nur im Nebenzimmer, auf den Knien seine Frau Nina Petrowna und seine Tochter Nastjenka — die ihm teuersten Menschen auf Erden — für ihn beteten.

Draußen begann es zu dämmern...

(„Vor der Morgendämmerung“)

Nashi Dni Nr. 1901, 27. November 2004