Einst wollte ein reicher Mann seinem Sohn zeigen, wie arm andere Menschen leben. Sie fuhren in ein Dorf und verbrachten dort einige Tage und Nächte im ärmsten Haus. Auf der Rückfahrt fragte der Vater seinen Sohn: „Wie hat dir die Reise gefallen?“ „Es war einfach wunderbar, Papa!“ antwortete der Sohn. „Hast du den Unterschied bemerkt, wie wir leben und wie diese Leute?“ fragte der Vater. „Oh ja“, sagte der Sohn. „Nun erzähl mir, was du während dieser Reise verstanden und gesehen hast“, forderte der Vater ihn auf. „Ich habe gesehen, dass wir nur einen Hund haben, sie aber vier; wir haben einen Swimmingpool, dessen andere Seite nur bis zur Mitte unseres Gartens reicht, sie aber einen Fluss haben, der kein Ende kennt. Wir haben unzählige Lampen im Garten installiert, sie aber haben Sterne, die ihnen nachts leuchten. Unser Grundstück ist groß, jedoch endet es am Zaun des Nachbarn, ihr Land aber erstreckt sich bis zum Horizont. Und so groß unser Grundstück auch sein mag, ist es nur ein kleiner Teil verglichen mit den Feldern und Wäldern, die sie besitzen. Wir haben Angestellte und Kindermädchen, die uns dienen, sie aber helfen und dienen anderen Menschen. Wir müssen Essen im Geschäft kaufen, bei ihnen wächst alles. Wir bauen Mauern aus Sicherheitsgründen um unser Zuhause, sie aber haben Freunde, die bereit sind, sie zu beschützen.“ Der Vater war sprachlos, überwältigt von der unerwarteten Antwort. Da fügte der Junge hinzu: „Danke, Papa, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir wirklich sind...“ Es bedarf keiner großen Weisheit, um zu erkennen, wie reichlich der Herr jeden von uns gesegnet hat. Dankbar zu sein und dem Herrn für alles zu danken, kann nur ein wahrer Christ, ganz gleich in welchen Verhältnissen er lebt, wer ihn umgibt, was er besitzt oder nicht besitzt. Lasst uns Gott dankbar sein für alles, was wir haben!
Nashi Dni