Einst nahm ein Mann ein Blatt Papier und begann, schwarze Punkte zu zeichnen. Auf den ersten Blick konnte man nicht erkennen, was der Künstler meinte. Dann zog er einige Linien, fügte einige Zeichen hinzu und setzte einen Schlüssel am Anfang der Linien, und wir sahen, dass diese Punkte musikalische Zeichen eines Dankliedes waren.
In unserem Leben gibt es viele schwarze Punkte und dunkle Flecken. Oft verstehen wir nicht, warum Gott sie zulässt, und versuchen, eine Antwort zu finden. Aber die Schrift sagt: „Sein Verstand ist unergründlich.“ Es fällt uns schwer, und manchmal ist es unmöglich, Antworten auf viele Fragen unseres persönlichen Lebens zu finden. Doch wenn wir Gott die Freiheit geben, unser Leben zu lenken, und ihm vertrauen, wird er aus diesen schwarzen Punkten eine wunderbare Harmonie schaffen. Wann sie erklingen wird, ist eine andere Frage.
Wenn ein Musiker die schwarzen Tasten einer Orgel berührt, sind die Klänge ebenso schön, wie wenn er die weißen Tasten des Instruments berührt. Der Musiker braucht sowohl schwarze als auch weiße Tasten. So ist es auch in unserem Leben: Wir brauchen das Bittere und das Süße. Eines ohne das andere gibt dem Leben keinen vollständigen Sinn.
Mart De Haan, in: Nashi Dni Nr. 1814, 1. März 2003