Als die 1960er Jahre endeten, kehrte das Haight-Ashbury-Viertel in San Francisco zu hohen Mieten zurück, und viele Hippies zogen die Küste hinunter nach Santa Cruz. Sie bekamen Kinder und heirateten auch, allerdings in keiner bestimmten Reihenfolge. Aber sie nannten ihre Kinder nicht Melissa oder Brett. Die Menschen in den Bergen um Santa Cruz gewöhnten sich daran, dass ihre Kinder mit kleinen Zeitreisen oder Frühlingsfieber Frisbee spielten. Und schließlich landeten Mondstrahl, Erde, Liebe und Kostbares Versprechen alle in der öffentlichen Schule. So trafen die Kindergartenlehrer zum ersten Mal auf Obststand. Jeden Herbst, gemäß der Tradition, kleben Eltern mutig Namensschilder auf ihre Kinder, küssen sie zum Abschied und schicken sie mit dem Bus zur Schule. So war es auch bei Obststand. Die Lehrer fanden den Namen des Jungen seltsam, aber sie versuchten, das Beste daraus zu machen. "Möchtest du mit den Bauklötzen spielen, Obststand?" boten sie an. Und später: "Obststand, wie wäre es mit einem Snack?" Er nahm zögernd an. Am Ende des Tages schien sein Name nicht viel seltsamer als Heathers oder Sonnenstrahls. Zur Entlassungszeit führten die Lehrer die Kinder zu den Bussen. "Obststand, weißt du, welcher dein Bus ist?" Er antwortete nicht. Das war nicht ungewöhnlich. Er hatte den ganzen Tag nicht geantwortet. Viele Kinder sind am ersten Schultag schüchtern. Es machte nichts. Die Lehrer hatten die Eltern angewiesen, die Namen der Bushaltestellen ihrer Kinder auf die Rückseite ihrer Namensschilder zu schreiben. Die Lehrerin drehte einfach das Schild um. Dort stand sauber gedruckt das Wort "Anthony."
Luanne Oleas in Salinas, Calif., Reader’s Digest