Lana war eine frisch verheiratete Frau voller Träume, leidenschaftlich verliebt in ihren neuen Ehemann. Vor nicht einmal zwei Jahren hatte sie eine schmerzhafte Scheidung durchgemacht. Diesmal wird es funktionieren, egal was es kostet, sagte sie sich immer wieder. Das Scheitern ihrer ersten Ehe verfolgte sie. Diesmal werde ich alles nach seinem Willen tun, und nichts wird schiefgehen. Sie und Jeff waren beide Christen. Obwohl sie eine kleine Gemeinschaft besuchten, hatten sie keine engen christlichen Freunde. Sie waren erst sechs Wochen verheiratet, als Lana begann, sich krank zu fühlen. Ihre Brüste waren schmerzhaft empfindlich, und sie war ständig übel und schläfrig. Ich frage mich, ob ich schwanger bin... Der Gedanke erfüllte Lanas Herz mit Schrecken. Jeff hatte sehr deutlich gemacht, dass er mindestens fünf Jahre lang keine Kinder wollte. Selbst danach war er sich nicht sicher. "Du bist alles, was ich brauche", hatte er Lana gesagt. "Ich brauche keine anderen Freunde, und ich brauche sicher keine Kinder." Aber der Schwangerschaftstest, den sie heimlich in der Apotheke gekauft hatte, bestätigte ihre schlimmsten Befürchtungen. Ja, Lana war schwanger. Und sie hatte Angst. Was würde Jeff sagen? "Nun, wir müssen wohl über eine Abtreibung nachdenken", sagte er ihr sachlich, als sie endlich den Mut fand, ihm die Nachricht zu überbringen. "Einige Leute denken, dass Abtreibung, nun ja, Mord ist", bemerkte sie zögernd. "Nun, das ist ihr Problem. Das ist mein Leben, du bist meine Frau, und ich sage, dass du eine Abtreibung machen wirst. Wir haben hier eine gute Sache am Laufen und wir müssen das nicht mit einem Baby durcheinanderbringen." Er gab ihr eine Umarmung und einen Kuss. Lana war traurig. Sie hatte immer wieder kurze Vorstellungen von einem Baby in ihrem geistigen Auge—ein Baby, das ein wenig wie sie und ein wenig wie Jeff aussah. Aber ihr Engagement für ihren neuen Ehemann überschattete alle anderen Überlegungen. Ihr ganzes Leben lang war Lana beigebracht worden, dass christliche Ehefrauen sich dem Willen und den Wünschen ihrer Ehemänner unterordnen sollen. In ihrer ersten Ehe war sie weniger kooperativ gewesen, und die Ehe war in einer Scheidung geendet. Soweit es sie betraf, hatte sie ihre Lektion gelernt. Diesmal würde sie den Anweisungen ihres Mannes folgen—egal was. Sie rief die Nummer der örtlichen Abtreibungsklinik an, machte einen Termin und ging am nächsten Tag mit Jeff in die Klinik. Sie wartete weinend und nervös darauf, dass ihr Name aufgerufen wurde. Als Lana schließlich aufstand, um in die Kabine zu gehen, in der die Abtreibung durchgeführt werden sollte, drehte sie sich zu ihrem neuen Ehemann um und lächelte tapfer. "Ich hoffe, du weißt, wie sehr ich dich liebe. Ich würde alles für dich tun, Jeff."
Quelle unbekannt
Quelle: https://bible.org/seriespage/lesson-5-truth-about-submission