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Im sechzehnten Jahrhundert gab es in England einen protestantischen Reformator namens Hugh Latimer. Er war als großer Prediger seiner Zeit bekannt und hatte daher viele Gelegenheiten zu sprechen. Einmal erfuhr er, dass er vor König Heinrich VIII. von England predigen sollte. Als er über seine große Verantwortung nachdachte, eine Botschaft vor dem König zu bringen, wurde ihm klar, dass die Botschaft, die Gott ihm aufs Herz gelegt hatte, nicht die war, die der König hören wollte. Als er seine Predigt begann, sagte er: „Latimer! Latimer! Erinnerst du dich, dass du vor dem hohen und mächtigen König Heinrich VIII. sprichst, der die Macht hat, dich ins Gefängnis zu schicken und dir den Kopf abschlagen zu lassen, wenn es ihm gefällt? Wirst du nicht darauf achten, nichts zu sagen, was königliche Ohren beleidigen könnte?“ Dann hielt er inne und fuhr fort: „Latimer! Latimer! Erinnerst du dich nicht, dass du vor dem König der Könige und Herrn der Herren sprichst; vor Ihm, vor dessen Thron Heinrich VIII. stehen wird; vor Ihm, dem du eines Tages Rechenschaft ablegen musst? Latimer! Latimer! Sei deinem Meister treu und verkünde das ganze Wort Gottes.“ Latimer stand vor der Wahl: Würde er predigen, was die Menschen hören wollten, oder würde er predigen, was Christus ihm zu predigen aufgetragen hatte? Latimer entschied sich für die Wahrheit und predigte mutig. Schließlich wurde er von Heinrichs Tochter, Königin Maria, als Märtyrer getötet.

J. C. Ryle, Not Corrupting the Word

Quelle: https://ministry127.com/resources/illustration/preaching-boldly