Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und kann Fehler enthalten.

Vor fast 50 Jahren war Elie Wiesel ein fünfzehnjähriger Gefangener im Nazi-Todeslager Buna. Ein Waffenversteck eines Niederländers war im Lager entdeckt worden. Der Mann wurde sofort nach Auschwitz geschickt. Doch er hatte einen jungen Diener, einen sogenannten Pipel, ein Kind mit einem verfeinerten und schönen Gesicht, im Lager unerhört. Er hatte das Gesicht eines traurigen Engels. Der kleine Diener, wie sein niederländischer Meister, wurde grausam gefoltert, aber er verriet keine Informationen. So verurteilte die SS das Kind zum Tode, zusammen mit zwei anderen Gefangenen, die mit Waffen entdeckt worden waren. Wiesel erzählt die Geschichte: Eines Tages, als wir von der Arbeit zurückkamen, sahen wir drei Galgen auf dem Versammlungsplatz aufragen, drei schwarze Krähen. Appell. SS überall um uns herum; Maschinengewehre im Anschlag: die traditionelle Zeremonie. Drei Opfer in Ketten—und eines von ihnen, der kleine Diener, der traurige Engel mit den Augen. Die SS schien besorgter, beunruhigter als sonst. Einen jungen Jungen vor tausenden Zuschauern zu hängen, war keine leichte Sache. Der Lagerleiter las das Urteil vor. Alle Augen waren auf das Kind gerichtet. Er war leichenblass, fast ruhig, biss sich auf die Lippen. Der Galgen warf seinen Schatten über ihn. Dieses Mal weigerte sich der Lagerkapo, als Henker zu fungieren. Drei SS ersetzten ihn. Die drei Opfer stiegen gemeinsam auf die Stühle. Die drei Hälse wurden gleichzeitig in die Schlingen gelegt. „Es lebe die Freiheit!“ riefen die beiden Erwachsenen. Aber das Kind schwieg. „Wo ist Gott? Wo ist Er?“ fragte jemand hinter mir. Totale Stille im ganzen Lager. Am Horizont ging die Sonne unter. „Entblößt eure Köpfe!“ schrie der Lagerleiter. Seine Stimme war heiser. Wir weinten. „Bedeckt eure Köpfe!“ Dann begann der Vorbeimarsch. Die beiden Erwachsenen lebten nicht mehr. Ihre Zungen hingen geschwollen, bläulich. Aber das dritte Seil bewegte sich noch; da das Kind so leicht war, lebte es noch. Mehr als eine halbe Stunde blieb es dort, kämpfte zwischen Leben und Tod, starb in langsamer Qual vor unseren Augen. Und wir mussten ihm voll ins Gesicht sehen. Er lebte noch, als ich vor ihm vorbeiging. Seine Zunge war noch rot, seine Augen waren noch nicht glasig. Hinter mir hörte ich denselben Mann fragen: „Wo ist Gott jetzt?“ Und ich hörte eine Stimme in mir antworten: „Wo ist Er? Hier ist Er—Er hängt hier an diesem Galgen.“

Elie Wiesel, Night, Bantam, 1982, S. 75-6, zitiert in When God Was Taken Captive, W. Aldrich, Multnomah, 1989, S. 39-41

Quelle: https://bible.org/illustration/death-camp-prisoner