Der britische Aristokrat Lord William Alvanley überlebte unversehrt ein Duell in einer abgelegenen Ecke Londons. Er gab dem Kutscher, der ihn dorthin und zurück gebracht hatte, eine Guinea. Der Kutscher war überrascht über das großzügige Trinkgeld und protestierte: „Aber, mein Herr, ich habe Sie nur eine Meile gefahren.“ Alvanley winkte ab: „Die Guinea ist nicht für die Fahrt, mein Mann, sondern dafür, dass Sie mich zurückgebracht haben.“ Alvanley wusste, dass es einfach war, in ein Duell zu geraten, aber das Überleben war eine andere Geschichte. Etwas Wertvolles zu verlieren und es wiederzufinden, ist ähnlich. Der Verlust ist einfach, aber die Wiederherstellung ist eine ganz andere Sache. In einem kurzen und faszinierenden Bericht aus dem Dienst des Elisha wurde die wunderbare Wiederherstellung eines verlorenen Axtkopfes zu einer kraftvollen Erinnerung an Gottes Fürsorge für seine treuen Diener. Auf den ersten Blick mag dies wie ein triviales Ereignis erscheinen. Ein Axtkopf ging verloren. Man könnte einfach den Besitzer dafür bezahlen und weitermachen. Aber hier steckt mehr dahinter als nur ein verlorener Axtkopf. Die verschiedenen „Prophetenschulen“ in Israel waren entscheidend wichtig, um den wahren Gottesdienst in einer Nation zu bewahren, in der die Mehrheit dem Baalskult verfallen war. Der Bau von Wohnquartieren für diese Männer war wichtig. Die Bedeutung dieser prophetischen „Schulen“ wurde auch durch Elishas Anwesenheit unterstrichen (Verse 3-4). Er wusste, wie kritisch ihre Rolle war, um den Gottesdienst lebendig zu halten. Sie hatten offenbar nicht viel finanzielle Unterstützung vom Volk, sodass der Verlust eines geliehenen Axtkopfes eine finanzielle Krise darstellte. Am wichtigsten war, dass Elisha den Verlust in eine Gelegenheit verwandelte, damit Gott seine Macht und Fürsorge für diese Propheten demonstrieren konnte. War das in einer feindlichen Umgebung, in der sie wahrscheinlich in der Unterzahl waren, wichtig für sie? Natürlich war es das. Dieses Wunder war Gottes Art, der prophetischen Gemeinschaft zu sagen: „Fürchtet euch nicht, ich bin mit euch.“ Das ist immer eine willkommene Botschaft! Heute in der Wort, 15. Mai 1993
Today in the Word, 15. Mai 1993