Ein ungläubiger Gefängniswärter verspottete oft einen Gläubigen, der wegen religiöser Aktivitäten verurteilt war. „Dein Christus ist machtlos und kann dich nicht aus dem Gefängnis befreien“, sagte er. Der Gläubige antwortete so: „Oh, nein! Gott hat auch hier Seine Weisheit, Kraft und Macht gezeigt. Würden Sie mir zum Beispiel erlauben, das Gefängnis zu besuchen und dort den Gefangenen zu predigen, wenn ich Sie darum bitten würde?“ „Natürlich nicht“, antwortete der Wärter. „Sehen Sie, wie wunderbar Gott handelt. Er hat mich hierher gebracht, damit ich hier den Gefangenen predigen kann, und während ich das tue, füttern Sie mich und geben mir Unterkunft...“, antwortete der Gläubige.
Das christliche Wörterbuch ist reicher geworden: Forum, Quorum, Kongresse, Konversionen... Der Atheismus, nachdem er versagt hatte, Ist selbst in den schändlichen Ruhestand gegangen. Man hört das Wort des Aufrufs im Volk, Presse, Radio, Briefströme... Und in voller Freiheit arbeitet Unsere Mission „Licht im Osten“. Nur bei einer Handvoll Menschen dort, in der Botschaft, Sind die Gesichter entfremdet und finster: Wohlstand diente als Köder: Es entstand der Wunsch, ins Ausland zu gelangen, Für immer auf Freunde zu verzichten, Sich von den väterlichen Orten abzuwenden. Und sie eilen, muss man zugeben, Sich dem Reichtum zuzuwenden. Brüder, möge durch alle „Auslandsorte“ Unser Bund für immer ewig sein, Damit die Gesichter vor Heiligkeit leuchten, In Vorfreude auf die himmlische Begegnung! Roman Woloschinow
Leiden, Foltern, Hinrichtungen, Schmähungen Hat er der himmlischen Freude vorgezogen... Lamm Gottes, Freund und Erlöser! Für meine Sünde bist Du gekommen zu leiden Und mich in Deine Wohnung einzuführen, Die Sünder durch Gnade zu rechtfertigen. Anstelle von Ruhm, Ehre und Ansehen Fiel die Last der Sünde der Welt auf Dich. Du hast gelitten, geweint und gearbeitet... Und Gott wurde für Menschen hingerichtet! Ehre sei Dir, Ruhm und Anbetung, Halleluja Deiner Barmherzigkeit Für das heilige Blut, für das Geschenk des Heils, Gerechter, durchbohrter König der Könige!
Roman Voloshinov, in: Nashi Dni Nr. 1773, 4. Mai 2002