Wie kann ein liebender Gott so rachsüchtig sein, dass er die Qualen derer zulässt, die Christus im Feuersee ablehnen? Diese Wahl hat nicht Gott getroffen, sondern der Mensch. Gott hat uns so sehr geliebt, dass er seine Liebe zu einem unverzichtbaren Teil unseres Daseins gemacht hat. In seiner Liebe zu bleiben, bringt Glückseligkeit, während die Trennung von Gott ewige Qualen bedeutet. Deshalb wird die Hölle für die Verlorenen so qualvoll und der Himmel für die Geretteten so selig sein. Das beste und verständlichste Bild, um diese Realität zu beschreiben, sind Durst und Wasser. Wasser schmeckt angenehm, weil es lebensnotwendig ist. Durst verursacht Leiden aus demselben Grund. Gott hat uns nicht für den Durst geschaffen, sondern um unseren Durst mit seiner Liebe zu stillen. Gott für unsere Fehler, Misserfolge und Leiden verantwortlich zu machen, ist ebenso unvernünftig, wie zu sagen, dass der Teufel mich dazu gebracht hat, dies oder jenes zu tun. Wir haben einen freien Willen und eine sündige Natur und wählen selbst gegen das, was Gott uns anbietet, zu unserem eigenen Schaden. Eine Gruppe von Fischen schwimmt ruhig im See. Einer von ihnen sieht einen Mann am Ufer in einem Stuhl mit einer Angelrute und einer Zigarre im Mund. „Das nenne ich Leben!“ ruft der Fisch aus. Von Neid getrieben, springt er aus dem Wasser ans Ufer. Gequält, nach Luft schnappend, versucht er, die Angel zu ergreifen und sich in den Stuhl zu setzen, und wie jeder „aus dem Wasser geworfene Fisch“ stirbt er... Richard Dawson und Sam Harris gehen mit einer Gruppe von Atheisten während ihrer atheistischen Tour durch das Land vorbei. Auf die am Ufer zappelnde, sterbende Fisch hinweisend, sagt Harris: „Welcher barmherzige ‚Gott‘ könnte einen Fisch für solches Leid erschaffen?“ Die Atheisten diskutieren weiter lebhaft darüber, wie Evolution, natürliche Auslese und das Überleben der Stärkeren so wunderbar Wesen wie sie selbst hervorgebracht haben, mit solcher Weisheit, dass sie kosmische Kräfte analysieren können, die sie geschaffen haben, und Gott beschimpfen können, von dem sie selbst sagen, dass es ihn nicht gibt. Gott hat den Fisch nicht „für solches Leid“ geschaffen. Er hat Fische zum Schwimmen im Wasser erschaffen, in der von ihm geschaffenen Sphäre, aber der Fisch war nicht zufrieden mit dem, was Gott für ihn geschaffen hatte, und versuchte, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Es gab nichts Vernünftigeres, als dass Gott selbst das Universum regiert, aber der Mensch erhob sich gegen Gott. So wie Gott den Fisch für das Leben im Wasser geschaffen hat, hat er den Menschen für das ewige „Schwimmen“ im Ozean seiner Liebe geschaffen. Er hat uns so geschaffen, dass das größte Vergnügen für uns darin besteht, seine Liebe anzunehmen und in ihr zu bleiben. Aber wir haben seine Liebe abgelehnt, ihm ins Gesicht gespuckt und sind verbittert unseren eigenen Weg gegangen. Nur Gott wusste, welches Leiden uns als Ergebnis dieser Wahl erwarten würde, und deshalb gab er seinen eingeborenen Sohn, damit er die Strafe für die Sünde jedes Sünders auf sich nimmt. Jesus spricht vom „Feuersee“ (Offb. 20:15), der der letzte Ort der Rebellen sein wird, ein Ort unbeschreiblichen Durstes. Gott hatte nicht vor, Menschen dorthin zu schicken. Der Feuersee wurde „für den Teufel und seine Engel“ geschaffen. (Mt. 25:41) Von Anfang bis Ende der Bibel fleht Gott: „Komm! Der Durstige komme, und wer will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offb. 22:17) Der Himmel ist für diejenigen geschaffen, die Gottes Angebot angenommen haben, das Wasser des Lebens umsonst zu trinken: „Und er zeigte mir einen reinen Fluss des Wassers des Lebens, klar wie Kristall, der vom Thron Gottes und des Lammes ausgeht.“ (Offb. 22:1) Im Gegensatz dazu das „Weinen und Zähneknirschen“ derer, die im Feuersee sind. (Mt. 8:12; 13:42, 50; 22:13; 24:51; 25:30; Lk. 13:28) Diejenigen, die im Himmel sein werden, „werden nicht mehr hungern noch dürsten, und die Sonne wird sie nicht mehr treffen noch irgendeine Hitze; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und zu lebendigen Wasserquellen führen, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“ (Offb. 7:16,17) Lasst uns in der Freude der Verheißung zukünftiger Tage leben und die gute Nachricht des kostenlosen Heils allen bringen, die bereit sind, uns zuzuhören.
Vera Kushnir, in: The Berean Call