Der große Architekt Frank Lloyd Wright erzählte gerne von einem Vorfall, der damals unbedeutend schien, aber einen tiefen Einfluss auf sein weiteres Leben hatte. Im Winter, als er 9 Jahre alt war, ging er mit seinem zurückhaltenden, nüchternen Onkel über ein schneebedecktes Feld spazieren. Als die beiden das Ende des Feldes erreichten, hielt sein Onkel ihn an. Er zeigte auf seine eigenen Spuren im Schnee, die gerade und zielgerichtet wie der Flug eines Pfeils waren, und dann auf Franks Spuren, die ziellos über das Feld mäanderten. „Beachte, wie deine Spuren ziellos vom Zaun zu den Kühen, zu den Wäldern und wieder zurück wandern“, sagte sein Onkel. „Und sieh, wie meine Spuren direkt auf mein Ziel zielen. Daraus kannst du eine wichtige Lektion lernen.“ Jahre später erzählte der weltberühmte Architekt gerne, wie diese Erfahrung zu seiner Lebensphilosophie beigetragen hatte. „Ich beschloss damals“, sagte er mit einem Augenzwinkern, „die Dinge im Leben nicht zu verpassen, die mein Onkel verpasst hatte.“ Frank Lloyd Wright erkannte in diesen Spuren, was sein Onkel nicht konnte: Es ist leicht, die Anforderungen des Lebens uns von den Freuden des Lebens abhalten zu lassen.
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Quelle: https://www.preaching.com/sermon-illustrations/illustration-joy-distractions/