Kürzlich las ich einen Artikel, der eine alte Metapher verwendete: Ein Mann bat Gott, ihn stärker zu machen, um nützlicher zu sein. Gott antwortete ihm: „Ich werde dein Gebet morgen früh erhören.“ Der Mann war so aufgeregt, dass er kaum schlafen konnte, in Erwartung, am Morgen mit prallen Muskeln und der Stärke eines Löwen aufzuwachen. Doch als er am nächsten Morgen in den Spiegel schaute, sah er denselben Körper wie am Abend zuvor. Enttäuscht rief er zu Gott und war zornig: „Du hast gesagt, du würdest mein Gebet erhören, und heute Morgen bin ich immer noch derselbe schwache Mann.“ Gott antwortete: „Geh nach draußen und schau vor deine Tür.“ Dort lag ein riesiger Felsbrocken. Gott sprach: „Schieb den Felsbrocken.“ Der Mann klagte, wie unmöglich es sei, diesen Felsen zu bewegen, aber Gott bestand darauf: „Schieb den Felsbrocken.“ Der Mann schob und schob, aber der Felsbrocken bewegte sich nicht. Jede Nacht betete er: „Gott, mach mich stärker.“ Und Gott antwortete: „Schieb den Felsbrocken.“ Drei Jahre lang ging das so, bis der Mann eines Morgens aufwachte, in den Spiegel schaute und bemerkte, dass sich sein Körper verändert hatte. Er hatte die Muskeln und die Stärke, um die er Gott gebeten hatte. Gott hatte sein Gebet erhört, indem er ihm ein Problem gab, das größer war, als er bewältigen konnte. Diese mythologische Geschichte veranschaulicht die Wahrheit, die der Apostel Paulus uns in 2. Korinther Kapitel zwölf gibt. Paulus hatte reichliche Offenbarungen erhalten, die niemand zuvor gesehen oder erlebt hatte. Er fürchtete, „über die Maßen erhoben“ zu werden und in Stolz und Arroganz zu verfallen. Gott wirkte in Paulus' Leben durch Gnade, indem er ihm mehr gab, als er bewältigen konnte, nämlich einen Dorn im Fleisch, der ihm seine Schwäche zeigte. Paulus war so überwältigt von diesem Dorn, dass er „dreimal den Herrn bat“, diese Last zu entfernen, aber Gott tat es nicht. Stattdessen erlaubte Gott, dass Paulus an seine Grenzen kam und die Stärke und Macht Gottes erlebte. Wird Gott uns mehr geben, als wir ertragen können? Wird er uns mit den „Dornen“ und Umständen des Lebens überwältigen lassen? JA! Er erlaubt uns, mehr zu haben, als wir mit unserer eigenen Kraft bewältigen können, damit wir sehen, wie er die Probleme für uns löst. Wir müssen an den Punkt kommen, an dem Paulus in 2. Korinther 12:9 kam: „Und er sprach zu mir: Meine Gnade genügt dir; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am liebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“ Gottes Macht und Gnade können nur dann klar gesehen werden, wenn wir nicht in unserer eigenen Kraft und Energie handeln, sondern an unser Ende kommen und seine Macht am Werk sehen. Heute hat Gott vielleicht dein Gebet erhört, indem er dir ein überwältigendes Problem gegeben hat. Es mag ein Felsbrocken oder ein Dorn sein, den du als Problem und Hindernis für die Antwort auf dein Gebet siehst. Die Wahrheit ist, Gott hat dir vielleicht den Felsbrocken oder den Dorn als Antwort auf dein Gebet gegeben! Verschwende nicht die Prüfung und die überwältigenden Umstände des Lebens. Erlaube unserem liebenden Gott, die Probleme, die größer sind, als du ertragen kannst, zu nutzen, um deinen Glauben zu entwickeln und Gottes Macht und Gnade in deinem Leben aktiv zu sehen.
Quelle unbekannt
Quelle: https://ministry127.com/christian-living/will-god-give-me-more-than-i-can-bear