Mitte des 19. Jahrhunderts war Charles Deems ein methodistischer Pastor, der sich um die Nicht-Kirchgänger in New York City sorgte. Er überzeugte Commodore Vanderbilt, das Vorhaben zu unterstützen. Vanderbilt kaufte Deems ein Kirchengebäude für 50.000 Dollar. Das war damals eine Menge Geld. Vanderbilt übertrug die Kirche an Deems, damit keine Gruppe von Treuhändern, wie Vanderbilt es ausdrückte, ihn „ärgern“ konnte, wenn er zu hart über Sünde predigte. (Der Commodore selbst besuchte diese Kirche nie!) Deems nannte sie ‚Die Kirche des Fremden‘. Heute denken wir an unsere Kirchen als Orte, an denen niemand ein Fremder ist — aber Deems zielte auf Menschen ab, die sich selbst als Fremde betrachteten, nicht verbunden mit dem Rest der Gesellschaft oder mit irgendeiner Kirche. Doch wenn man an das alte Lied ‚There’s a Stranger at the Door‘ denkt, könnte man zu dem Schluss kommen, dass jede Kirche die Gefahr birgt, dass Christus selbst sich dort fehl am Platz fühlt, und dass diese Kirche auf eine ganz andere und unerwünschte Weise zur ‚Kirche des Fremden‘ wird.
Quelle unbekannt
Quelle: https://www.preaching.com/sermon-illustrations/strangers/