Als Dr. Nansen auf seiner berühmten Reise zum Nordpol war und die Zeit längst verstrichen war, in der seine Frau Nachrichten von ihm erwartet hatte, wurde die Spannung so unerträglich, dass ihre Familie entschied, es sei das Beste, den Namen ihres Mannes nie vor ihr zu erwähnen. Doch mit ihrer kleinen Tochter war es äußerst schwierig, sie zum Schweigen zu bringen. Sie wollte ständig von ihrem Papa sprechen, bis ihre kindliche Wahrnehmung erkannte, dass ihre Mutter bei jeder Erwähnung seines Namens stark litt. Monat um Monat verging, und die kleine Liv hielt ihr Versprechen tapfer, bis sie eines Morgens im Garten ihrer Mutter begegnete und freudig ausrief: „Papa kommt nach Hause! Papa kommt nach Hause!“ Tränen und Ermahnungen hatten keinen Einfluss auf das Kind, und siehe da, keine sechs Stunden nach ihrer zuversichtlichen Behauptung verbreitete sich die Nachricht über die Telegrafendrähte in ganz Europa, dass Dr. Nansen und sein Begleiter sicher und wohlbehalten in Norwegen gelandet waren. Natürlich mag dies nur ein interessanter Zufall gewesen sein, aber wir wissen, dass die Wahrnehmungen der Kindheit in geistlicher Hinsicht sehr scharf und empfindsam sind. Es ist der kindliche Geist, zu dem wir uns bringen müssen. Es gibt eine Welt voller Bedeutung in Christi Auswahl eines kleinen Kindes als Vorbild für Anbeter und seiner Erklärung, dass wir in der Haltung eines Kindes zu ihm kommen müssen, um die Segnungen zu empfangen, die er allein uns schenken kann.
Quelle unbekannt