Ein Mann, der in Afrika auf Löwenjagd war, berichtet von seinem ersten Löwen und der schrecklichen Enttäuschung, die diese Erfahrung für ihn war. Sie hatten das Tier mehrere Meilen verfolgt, bis die Spur sie in ein Dickicht aus Dornbüschen und vertrockneten Sträuchern führte. Der Hauptjäger schickte die Hunde hinein, um das Wild aufzuspüren. Die Jäger blieben draußen, einige hundert Meter voneinander entfernt. Kein Laut kam aus dem Busch, und er begann zu denken, dass die Einheimischen einen Fehler gemacht hatten, als sein Auge etwas am Rand des Dickichts erblickte. Es schlich verstohlen entlang, noch halb von den Bäumen verdeckt, dann hielt es an und hob den Kopf, als das Jaulen eines Hundes durch den Busch drang. Das schien es zu entscheiden, denn ohne weiteres kam es ins Freie, schlich schnell mit gesenktem Kopf entlang und gab ihm so seinen ersten Blick auf einen wilden Löwen. Der Anblick war enorm enttäuschend. Es war nichts Majestätisches an ihm. Dieses schleichende Tier, graugelb in der Farbe, fast mähnenlos, schlich sich beschämt wie eine ungeschickte Katze entlang – war das der König des Waldes? Der durchschnittliche Löwe im Zoo hat doppelt so viel Pracht und dreimal so viel Mähne; so, dachte der Jäger, ist die Wirkung von regelmäßiger und großzügiger Fütterung. Sünde ist immer ein schleichendes, bösartiges Ding. Der Teufel verführt oft die Jugend dazu, ein sündiges Leben als etwas Faszinierendes und Heldenhaftes zu betrachten, aber die Sünde war von Anfang an ein Schleicher und Vagabund.
Quelle unbekannt