In einer Familie wurde die Mutter krank. Sie litt schwer. Ein Arzt wurde gerufen und verschrieb der Kranken ein Medikament. Das Medikament war sehr bitter, und jedes Mal, wenn die Kranke es trank, verzog sich ihr Gesicht vor Abscheu. Der kleine Petja sah, wie seine Mutter litt, wenn sie das Medikament nahm. Er ging zu seiner Mutter und sagte: „Mama, lass mich diese bittere Medizin für dich trinken.“ Die Mutter war tief berührt von der Liebe und dem Mitgefühl ihres Sohnes, aber sie erinnerte sich sofort daran, welche bittere Medizin Christus auf Golgatha trank, als er sagte: „Ich werde diesen bitteren Kelch trinken.“ Christus trank ihn bis zur Neige, bis zum letzten Tropfen. Und dieser Kelch waren unsere Sünden. Sollte dies nicht in uns ein Gefühl großer Dankbarkeit gegenüber dem Herrn hervorrufen, der unser ewiges Erlösung durch Seine große Barmherzigkeit und Liebe vollbracht hat? Ja, am Kreuz war Er allein. Und Ihm allein verdanken wir unser Heil. Und Er allein ist der Ehre und des Dankes würdig.
Nashi Dni, 14. März 2009, Nr. 2117