Eines Morgens in den 1620er Jahren predigte ein Prediger namens John Rogers in einer kleinen Dorfkirche über das Thema der Bibel im Leben eines Christen. Er erlaubte sich einige dramatische Darstellungen auf der Kanzel. Zuerst spielte er die Rolle Gottes und sagte zur Gemeinde: „Nun, ich habe euch so lange mit meiner Bibel betraut; ihr habt sie geringgeschätzt; sie liegt in diesem und jenem Haus, ganz bedeckt mit Staub und Spinnweben; ihr kümmert euch nicht darum, auf sie zu hören. Geht ihr so mit meiner Bibel um? Dann sollt ihr meine Bibel nicht länger haben.“ Und er nahm die Kanzelbibel weg. Dann kniete er nieder und stellte die Menschen dar, die zu Gott riefen: „Herr, was auch immer du uns antust, nimm uns deine Bibel nicht weg; töte unsere Kinder, verbrenne unsere Häuser; vernichte unseren Besitz, aber verschone uns deine Bibel.“ Dann spielte er wieder Gott: „Sagt ihr das? Nun, ich will euch noch eine Weile prüfen; und hier ist meine Bibel für euch“ (er legte sie zurück); „ich will sehen, wie ihr sie benutzt, ob ihr sie mehr liebt, mehr beachtet, mehr befolgt, mehr nach ihr lebt.“ Daraufhin brach die ganze Gemeinde in Tränen aus. Was war geschehen? Rogers hatte, unter Gottes Führung, einen Nerv getroffen und sie daran erinnert, dass sie der Bibel große Aufmerksamkeit schenken müssen, denn Ehrfurcht vor Gott bedeutet Ehrfurcht vor der Schrift, und Gott zu dienen bedeutet, der Schrift zu gehorchen. Müssen wir heute etwas von derselben Haltung wiedergewinnen? Gewiss ist die Missachtung der Bibel die größtmögliche Beleidigung ihres göttlichen Urhebers.

James Packer, Your Father Loves You, Harold Shaw Publishers, 1986, Seite für den 24. April

Quelle: https://www.sermonsearch.com/sermon-illustrations/482/pulpit-dramatics/