Er erkannte sich selbst als den verlorenen Sohn. Er erinnerte sich an die Reinheit seiner frühen Jugend und an die Verfehlungen der letzten Tage. Er fühlte Abscheu vor sich selbst. Als er hörte, dass wir durch unsere Sünden und Vergehen Christus erneut kreuzigen, konnte er es nicht ertragen und bereute unter Tränen, Amerika vergessend. Nach der Versammlung umringten ihn viele, umarmten und küssten ihn wie einen Verwandten. Er erkannte selbst, dass all diese Menschen ihm vertraut und längst bekannt geworden waren. Angesichts dieser Zuneigung erzählte er offen, warum er gekommen war und wie er Wege suchte, ins Ausland zu gelangen. Und so fand er Christus! „Suchet zuerst das Reich Gottes, und dies alles wird euch hinzugefügt werden“, zitierte einer der Brüder. „Du, Wanja, hast das Wichtigste gefunden, und alles Weltliche wird uns nicht entgehen. Alles, was wir für unser irdisches Leben brauchen, erhalten wir nach der Verheißung: ‚Darum sage ich euch: Was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangen werdet, und es wird euch zuteilwerden.‘ Das sind die Worte Christi.“ Mit Staunen hörte Wanja die klaren, einfachen Argumente. „So ist das also eure ‚Verbindung‘!“, rief er aus, als er den Kern verstand. „Ja, ja. Das ist unsere ‚Spionageorganisation‘ – die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott! Wir glauben, dass wir ins Ausland ausreisen werden. Wir beten, bitten und glauben, dass wir empfangen werden. Unser Ziel ist nicht nur, in Freiheit zu leben, sondern auch, die Kinder vor Gottlosigkeit zu bewahren. Da unser Wunsch mit dem Willen Gottes verbunden ist, wird Er uns das Erbetene geben.“ Mit jedem Tag erweiterten sich Wanjas Erkenntnisse. Bald ließ er sich aufgrund des Glaubens taufen, zog in die Stadt und lernte, mit den Gläubigen Gott zu preisen. Nicht lange musste er warten. Bald sandte der Herr die Möglichkeit, nach Shanghai auszureisen. Und nach zwei Jahren, obwohl diese Zeit eine Prüfung des Glaubens war, reiste er ins Ausland aus. Was soll man dazu sagen? Wunderbar sind Deine Werke, Herr!
V. Kurennova, in: Nashi Dni Nr. 1935, 6. August 2005