Nichts kann das Herz und die Seele im Wandel mit Gott so ersticken wie der Legalismus. Starrheit ist das sicherste Zeichen dafür, dass die Disziplinen verdorben sind. Der disziplinierte Mensch ist derjenige, der angemessen im Leben leben kann. Betrachten wir die Geschichte von Hans, dem Schneider. Aufgrund seines Rufs bestellte ein einflussreicher Unternehmer, der die Stadt besuchte, einen maßgeschneiderten Anzug. Doch als er seinen Anzug abholen wollte, stellte der Kunde fest, dass ein Ärmel sich so und der andere anders drehte; eine Schulter wölbte sich heraus und die andere fiel ein. Er zog und schaffte es, seinen Körper passend zu machen. Als er im Bus nach Hause fuhr, bemerkte ein anderer Fahrgast sein seltsames Aussehen und fragte, ob Hans der Schneider den Anzug gemacht habe. Als er eine bejahende Antwort erhielt, bemerkte der Mann: „Erstaunlich! Ich wusste, dass Hans ein guter Schneider ist, aber ich hatte keine Ahnung, dass er einen Anzug so perfekt für jemanden so verformt wie Sie machen kann.“ Oft ist das genau das, was wir in der Kirche tun. Wir bekommen eine Vorstellung davon, wie der christliche Glaube aussehen sollte: dann drücken und schieben wir die Menschen in die groteskesten Konfigurationen, bis sie wunderbar passen! Das ist der Tod. Es ist ein hölzerner Legalismus, der die Seele zerstört.
Quelle unbekannt