Da fragte der Mann, der ihm eine Ohrfeige gegeben und seinen Freund gerettet hatte: "Als ich dich beleidigt habe, hast du in den Sand geschrieben; jetzt schreibst du auf Stein. Warum?" Und der Freund antwortete: "Wenn dir Unrecht geschieht, schreibe es in den Sand, damit der Wind der Vergebung die Beleidigung davon trägt. Aber wenn dir Gutes getan wird, schreibe es auf Stein, damit kein Wind diese Worte jemals auslöschen kann." Ein junger Mann war zu Besuch bei seiner alten Tante. Als er sich auf den Heimweg machte, begann es zu regnen. In der Ecke des Zimmers stand ein Regenschirm, und der junge Mann wollte ihn nehmen, um sich vor dem Regen zu schützen; die Tante protestierte: "Nein, nimm diesen Regenschirm nicht! Er gehört mir seit 23 Jahren und war noch nie im Regen gewesen; ich möchte nicht, dass er nass wird..." Erinnert euch dieser Fall nicht an Menschen, die ihre Talente vergraben und sie nicht für die Herrlichkeit Gottes verwenden? Man muss annehmen, dass der Regenschirm über viele Jahre zu einer nutzlosen Sache geworden ist. So verhält es sich auch mit den Fähigkeiten eines Menschen, wenn sie ungenutzt bleiben und sinnlos vergehen, ohne Nutzen zu bringen.
Nashi Dni, April 2008, Nr. 2073, Seite 6