Es gibt etwas wirklich Tragisches am Tod eines Kindes. Meine Frau und ich, wie so viele andere Eltern, haben das Trauma erlebt, aufzuwachen und unser Kind tot im Bettchen zu finden. Diese Tragödie ist bekannt als der Plötzliche Kindstod. In einem Moment ist das Kind gesund und glücklich, im nächsten ist es fort. Es ist wirklich ein Schock. Doch wir fühlten einen unerklärlichen Frieden inmitten der Trauer. Viele Jahre später wurde in der Theologieklasse im Seminar die Frage aufgeworfen, wohin Babys gehen, wenn sie sterben. Ich erinnere mich an die akademische Diskussion, die zitierten Bibelverse und die erreichten Schlussfolgerungen. Schließlich hob ich die Hand und sagte: Für meine Frau und mich ist das keine theoretische Frage. Wir haben ein Kind im Säuglingsalter verloren. Wir wissen, wie es ist. Wir kennen auch alle zitierten biblischen Texte und sind mit den verschiedenen Meinungen zu diesem Thema vertraut. Doch als unser Kind starb, fühlten wir einen Frieden und ein Vertrauen, das weit über das hinausgeht, was wir diskutieren. Wir wussten, dass der Gott, dem wir unsere Seele anvertraut haben, gut und vollkommen ist und dass Er das Beste mit unserem Kind tun würde. Es waren nicht die heute diskutierten Argumente, die uns Frieden gaben, sondern Gott selbst, und in Seinem Frieden ruhen wir. Der Text dieser Lektion ist einer der am häufigsten verwendeten, um Eltern zu trösten, die ein kleines Kind verlieren. Ich möchte sagen, dass meine Meinung zu diesem Thema zweifellos durch meine Erfahrung geprägt ist. Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass ich nicht mit viel Objektivität spreche, sondern aus der Perspektive eines Menschen, der den Verlust eines Kindes erlebt hat. Ich weiß, dass nicht alle in unserer Kirche meine Schlussfolgerungen über das Schicksal der Kinder, wenn sie sterben, akzeptieren, vielleicht nicht einmal die Ältesten. Als jemand, der ein Kind in der Kindheit verloren hat, bin ich mit den Schlussfolgerungen, zu denen ich gekommen bin, zufrieden. Ich muss betonen, dass sie das Ergebnis von Schlussfolgerungen und logischen Prozessen sind. Sie basieren nicht immer auf klaren und eindeutigen Aussagen. Als solche sollten sie nicht so kategorisch verteidigt werden wie Meinungen, die klare, direkte und wiederholte biblische Unterstützung haben. Als solche können und sollten sie von denen abgelehnt werden, die zu anderen Schlussfolgerungen kommen, die ebenfalls auf Logik und Schlussfolgerung basieren. In einer abschließenden Analyse müssen wir alle zugeben, dass unsere Schlussfolgerungen zu diesem Thema nicht so unbestreitbar sind wie andere Wahrheiten, die klar in der Schrift bekräftigt werden. Schließlich müssen wir dem Gott vertrauen, dem wir unsere Seele und unser ewiges Schicksal anvertraut haben. Wie Abraham vor langer Zeit sagte: „Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?“ (1. Mose 18,25).
Quelle unbekannt
Quelle: https://bible.org/node/21603