Ein hinduistischer Fakir, mit verfilztem Haar und mit Asche bedecktem Körper, saß unter einem Baum in tiefer Meditation. Seine Augen fielen auf die Blätter eines zerrissenen Buches, das jemand weggeworfen hatte. Es war ein Teil des Neuen Testaments. Er glättete die zerknitterten Seiten und las Worte, die seiner hungrigen Seele seltsamen Trost brachten; sie schienen ihn an die Hand zu nehmen und ihn geradewegs zum Vater zu führen. Dann machte er sich auf die Suche nach jemandem, der dem Buch gehorchte. Er fand einen Engländer, der bekannte, dass er ihm gehorchte. Der Fakir, erfreut, bemerkte, dass der Engländer ein schwarzes Band am Arm trug, und schloss daraus, dass dies das besondere Kennzeichen eines Christen sei. So legte er selbst ein schwarzes Band um seinen Arm, und wenn die Leute ihn fragten, wer er sei, zeigte er auf das Band und sagte es ihnen. Einige Zeit später betrat der Fakir zum ersten Mal ein Kirchengebäude und hörte einem christlichen Prediger zu. Am Ende verkündete er, dass auch er ein Anhänger dieses Weges sei, und zeigte auf das Band als Beweis. Man erklärte ihm, dass es ein englisches Zeichen für den Tod eines geliebten Freundes sei. Der Fakir dachte einen Augenblick nach; dann antwortete er: „Aber ich habe in dem Buch gelesen, dass mein Geliebter gestorben ist, und ich werde es in Erinnerung an Ihn tragen.“ Doch bald darauf erfasste er die Wahrheit der Auferstehung, und als er erkannte, dass sein Geliebter für immer lebte, erfüllte große Freude sein Herz. Er nahm das Band von seinem Arm, und das Licht der Auferstehung leuchtete in seinem Gesicht, und das wurde zum Zeichen.
J. C. Ferdinand Pittman, Bible Truths Illustrated